Anders als für die Schweiz, Österreich, Norwegen oder Polen erhalten die USA ihre Reisewarnungen für Deutschland aufrecht. Auch für Frankreich und Italien gilt Sicherheitsstufe 2.
Wohin soll die Reise gehen? Viele Touristen überlegen sich das mittlerweile sehr genau. Bei US-Touristen könnte nun Deutschland als Ziel den Kürzeren ziehen. Der Grund: Bei den Reisewarnungen des US-Außenministerium steht die Bundesrepublik weiter auf Sicherheitsstufe 2. Damit wird den Reisenden empfohlen "erhöhte Vorsicht" walten zu lassen.
Die Schweiz, Österreich, Portugal und Polen gelten bei den US-Behörden mit Sicherheitsstufe 1 als Staaten ohne eine besondere Warnstufe. Auch Norwegen profitiert von dieser positiven Zuordnung, die Anfang Juli 2026 aktualisiert wurde.
Während für ganz Spanien Sicherheitsstufe 2 gilt, hat Washington am 1. August eine Warnung der Stufe 3 für die Exklave Ceuta ausgesprochen.
Reisen in dieses Gebiet sollten in Frage gestellt werden - mit dem Hinweis: "Der massive und unkontrollierte Zustrom von Migranten aus Marokko nach Ceuta könnte zu unvorhersehbaren und gefährlichen Sicherheitslagen führen. Angesichts dieser ernsten Lage hat Spanien das spanische Militär, die spanische Nationalpolizei und die Guardia Civil eingesetzt. US-Bürger sollten angesichts der Risiken für ihre Sicherheit eine Reise in dieses Gebiet überdenken."
Laut USA Terrorgefahr in Deutschland
Auf Sicherheitstufe 2 der US-Regierung stehen neben Deutschland auch Schweden, Frankreich und Italien. In diesen Ländern sollen Reisende aus den USA wegen erhöhter Terrorgefahr besonders an stark besuchten Orten wachsam sein.
"Terroristische Gruppen und Einzeltäter stellen in Deutschland und Europa nach wie vor eine ständige Bedrohung dar und greifen Menschen an öffentlichen Orten mit Messern, Handfeuerwaffen, einfachen Sprengsätzen und Fahrzeugen an. Solche Anschläge können ohne oder mit nur geringer Vorwarnung erfolgen und richten sich gegen: Touristische Orte, Verkehrsknotenpunkte (Flughäfen, Bahnhöfe oder Busbahnhöfe), Märkte und Einkaufszentren, kommunale Einrichtungen, Hotels, Clubs und Restaurants, Gotteshäuser und Bildungseinrichtungen, Parks, große Sport- und Kulturveranstaltungen, Schulen."
Taschendiebe in Frankreich
Zu Frankreich wird auf der Seite des US-Außenministeriums vor allem vor Taschendieben und Handyklau gewarnt, die angeblich "häufig vorkommen, insbesondere an überfüllten Orten." Danach folgt der Hinweis: "Terroristische Gruppen planen weiterhin mögliche Anschläge in Frankreich und könnten ohne oder mit nur sehr kurzer Vorwarnung zuschlagen. Außerdem finden in Paris und anderen Städten in ganz Frankreich regelmäßig friedliche Demonstrationen und Streiks statt."
El Salvador, Sambia und Senegal sicherer als Deutschland
Ebenfalls die US-Sicherheitsstufe 2 gilt - wie für Deutschland - für Ägypten, Marokko und Indien.
Als sicher und damit auf Stufe 1 stehen für US-Reisende hingegen El Salvador, Sambia oder Senegal.
Rot auf der US-Liste und damit von einer echten Reisewarnung Stufe 4 betroffen, so dass US-Touristinnen und Touristen diese Länder meiden sollten, sind unter anderen Russland, die Ukraine, Iran, Irak und Syrien.
Davon ist Deutschland weit entfernt - und deshalb werden sicher auch in Zukunft viele US-Reisende nach Berlin, Heidelberg oder zum Oktoberfest nach München kommen.
Die Karte des US-Außenministeriums mit den einzelnen Ländern zum Anklicken finden Sie hier.