Céline Dion kurbelt den Paris-Tourismus an: Flugsuchen steigen um elf Prozent, Buchungen legen zu, Fans aus USA, Brasilien und Kanada planen Reisen zu ihrem Comeback.
Bis zu Céline Dions großer Rückkehr auf die Bühne nach einer sechsjährigen Pause vom Rampenlicht sind es nur noch wenige Tage, und Fans planen bereits Reisen, um den Star in einer ihrer Lieblingsstädte zu erleben.
Paris ist vor Dions bevorstehender Residency bei internationalen Reisenden noch gefragter geworden. Neue Daten von Amadeus Travel Intelligence zeigen einen Anstieg der internationalen Flugsuchen in die französische Hauptstadt um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Suchanfragen aus dem amerikanischen Raum treiben einen großen Teil dieser Nachfrage. Die USA stehen für 26,5 Prozent der Suchen, gefolgt von Brasilien mit elf Prozent und Kanada mit 7,4 Prozent; zusammen machen sie fast 45 Prozent des weltweiten Wachstums der Suchanfragen nach Paris im Vorfeld ihrer Auftritte aus.
Die „My Heart Will Go On“-Sängerin bezeichnet Paris als ihr „zweites Zuhause“. Sie steht im September und Oktober dieses Jahres für 16 Konzerte in der La Defense Arena auf der Bühne, wo sie ihre französischen und englischen Hits präsentiert. Im Mai 2027 kehrt sie für weitere zehn Shows zurück.
In den Märkten im Asien-Pazifik-Raum hat der „Céline-Effekt“ dafür gesorgt, dass Buchungen aus Thailand im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 200 Prozent zugenommen haben, Buchungen aus Japan legten um 40 Prozent zu. Weitere Länder der Region mit deutlich größerer Reiselust nach Paris sind Australien, Südkorea und Indien.
Unterdessen entfallen in Europa 26,5 Prozent aller Suchanfragen nach Paris während der Residency-Zeit auf Reisende aus der Region, wobei Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich zu den Märkten mit dem größten Interesse gehören.
Die Amadeus-Daten zeigen außerdem, dass auch die Flugbuchungen zulegen: Sie verzeichneten ein Plus von fünf Prozent, angeführt von Reisenden aus dem amerikanischen Raum, vor allem aus den USA, Brasilien, Kanada und Mexiko.
In Europa scheinen sich die Suchanfragen dagegen nicht im gleichen Maß in tatsächlichen Buchungen niederzuschlagen. Die Analyseplattform ermittelte für Europa lediglich einen Anteil von fünf Prozent an den Buchungen nach Paris, wobei der Großteil auf potenzielle Reisende aus Spanien und Italien entfällt.
Noch näher liegt der Effekt im Inland: Acht der zehn wichtigsten innerfranzösischen Buchungen nach Paris während der Dion-Termine kommen aus Toulouse, Nizza und Ajaccio auf Korsika. Buchungen aus Südfrankreich machten demnach fast 79 Prozent aus, erklärte Amadeus. Die Buchungen aus den korsischen Städten Bastia und Ajaccio legten während der Residency von Jahr zu Jahr um 55 beziehungsweise 35 Prozent zu.
In dem von Amadeus als „Culture Tripping“-Trend beschriebenen Phänomen, bei dem Popkultur im Zentrum von Reiseplänen steht, verweist das Unternehmen außerdem auf Dions Konzerte als möglichen Faktor, der die Nachfrage nach längeren Hotel (Quelle auf Englisch)aufenthalten antreibt. Es verweist auf Hoteldaten, die einen Anstieg um sechs Prozent bei mittellangen Aufenthalten von sechs bis 13 Nächten zeigen.
Frühere Untersuchungen von Natixis CIB erwarten, dass ihre 16 Termine im Herbst rund 480.000 Zuschauerinnen und Zuschauer in die französische Hauptstadt locken.
Für Ausgaben für Tickets, Unterkunft, Transport und Gastronomie prognostiziert Natixis, dass „der Einfluss der Konzerte von Céline Dion auf die wirtschaftliche Aktivität im Jahr 2026 zwischen 570 Millionen Euro und knapp 1 Milliarde Euro liegt und besonders der Region Île-de-France zugutekommt“.