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Openreach warnt: Analoge Telefonnetze vor Abschaltung – Alarmsysteme und Kartenterminals gefährdet

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Die Umstellung erfolgt im Januar 2027. ARCHIV -  Copyright  AP Photo
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Von Simon Ormiston
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Unternehmen riskieren stark steigende Kosten und Störungen, wenn sie zögern. Brüssel drängt darauf, Kupfernetze EU-weit bis 2035 abzuschalten.

Openreach warnt: Bis zur endgültigen Abschaltung des alten analogen Telefonnetzes im Vereinigten Königreich am 31. Januar 2027 bleiben weniger als 100 Tage.

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Der Netzbetreiber der BT Group erklärt, dass noch rund eine Million kupferbasierte Leitungen in Betrieb sind, darunter 300.000 in Firmengebäuden. Wenn diese Systeme nicht auf digitale Alternativen umgestellt werden, „bergt das erhebliche operative, sicherheitsrelevante und regulatorische Risiken“.

Es geht nicht nur um Telefone in Privathaushalten. Kartenzahlungsgeräte, Notruftelefone in Aufzügen, Brandmeldezentralen, Sicherheitsanlagen und Türzutrittsysteme können ebenfalls ausfallen, wenn sie nicht rechtzeitig auf digitale Dienste umgestellt werden.

„Unternehmen und Organisationen, die zögern, machen es sich selbst schwer“, sagt James Lilley, All-IP-Direktor von Openreach.

„Wir fordern Unternehmen auf, jetzt zu handeln, ihre verbleibenden analogen Dienste zu prüfen und gemeinsam mit ihrem Kommunikationsanbieter noch heute einen Migrationsplan auszuarbeiten.“

Was passiert mit denen, die nicht wechseln?

Openreach hat die Mietpreise für Altanschlüsse am 1. Oktober verdoppelt. Ab Februar sind weitere Erhöhungen geplant. Kunden, die bis zur Frist nicht gewechselt haben, können automatisch auf einen vorübergehenden Notdienst umgestellt werden, über den nur noch unbedingt notwendige Gespräche möglich sind. Nach Angaben des Unternehmens ist dieser Dienst deutlich teurer als digitale Alternativen.

Haushalte, die ihren Festnetzanschluss behalten wollen, verlieren ihn nicht. Das Telefon wird künftig an den Breitband-Router angeschlossen und läuft über das Internet.

Haushalte mit Telefonanschluss, aber ohne Breitband gehören laut der britischen Regulierungsbehörde Ofcom zu einer schrumpfenden Gruppe. BT hat die Grundgebühr für reine Festnetzkunden zum 31. März dieses Jahres um £1 (1,20 €) pro Monat erhöht, mit der Zusage, die Preise zwölf Monate lang nicht weiter anzuheben, während die Gesprächskosten unverändert blieben.

Ofcom kündigte an, die Preise von BT für diese Kunden zu überwachen.

Viele Menschen haben den Festnetzanschluss bereits ganz aufgegeben. Ofcom stellte fest, dass in dem Jahr bis Ende Juli 2025 etwas mehr als eine Million Haushalte auf reine Breitband-Anschlüsse umgestiegen sind.

In Europa haben Norwegen und Spanien ihre Kupfernetze bereits abgeschaltet und die EU will die Abschaltung bis spätestens 31. Dezember 2035 überall verpflichtend machen, mit nur wenigen Ausnahmen.

Die Mitgliedstaaten müssten bis 2029 nationale Pläne vorlegen, um Kupfernetze zwischen 2030 und 2035 auslaufen zu lassen, mit Schutzmaßnahmen wie klaren Informationen zu Abschaltterminen und zur Sicherung der Dienstkontinuität.

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