Handelskrise: Europa und China wollen Mittleren Korridor ausbauen

Die Europäische Union und China wollen den Mittleren Korridor gemeinsam weiter ausbauen.
Die Europäische Union und China wollen den Mittleren Korridor gemeinsam weiter ausbauen. Copyright Michael Probst/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
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Von Diana Resnik mit AP
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Der Warentransport wird immer teurer. Der Krieg in der Ukraine und die Huthi-Angriffe im Roten Meer beeinträchtigen die traditionellen Handelsrouten. Die Europäische Union und China wollen deshalb den Mittleren Korridor weiter ausbauen.

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Die Europäische Union und China wollen den Mittleren Korridor, auch Transkaspische internationale Transportroute genannt, gemeinsam weiter ausbauen. Der Krieg in der Ukraine und die Huthi-Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer stören die traditionellen Transportwege erheblich. Viele Schiffe umfahren derzeit den Suezkanal. Alternative Transportwege sind gefragt.

Der stellvertretende Generalsekretär der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation, Dimitrios Rallis, sagte: "Alle Krisen, jede auf ihre Weise, beeinflussen die globalen Handelswege. Am Ende läuft es auf erhöhte Kosten hinaus: Höhere Kosten für Transport, Sicherheit und Kommunikation."

Ukraine-Krieg ersschwert den Warenverkehr

Der Krieg in der Ukraine führt zu Lieferengpässen im Warenverkehr zwischen Ost und West. Der Weg über Russland ist erschwert. Die Waren sind länger unterwegs. Die Endkosten steigen.

Angelos Vlachos, Geschäftsführer der Hafen von Kavala S.A. erklärte: "Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Im letzten Quartal sind die Transportkosten für Container um bis zu 100 Prozent gestiegen".

Experten befürworten den Mittleren Korridor

Die Menschen in Europa brauchen dauerhaft eine ausreichende und effiziente Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Konsumgütern. Der Mittlere Korridor verbindet die Güterverkehrsnetze der Volksrepublik China über Zentralasien und die Schwarzmeerregion mit Europa. Experten auf dem Balkan- und Schwarzmeerforum sagen, der Handelsweg sei am plausibelsten.

"Die Menschen denken über alternative Korridore von Europa nach Ostasien nach", so der geschäftsführende Generaldirektor des Fudan Instituts für Belt & Road und Global Governance, Renwei Huang. "Es gibt drei mögliche Alternativen. Wird das Schwarze Meer zum zentralen Korridor, dann wird es zum Teil vom Hafen von Piräus abhängen und in den Norden, nach Ungarn und Mitteleuropa, führen."

Der Mittlere Korridor benötigt weitere Investitionen. Wird er ausgebaut, könnte er die Sicherheit der Lieferketten stärken.

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