Die Aktie brach ein, nachdem der Konzern für 2026 einen Rückgang von fünf bis dreizehn Prozent bei Umsatz und operativem Gewinn wegen sinkender US-Preise und stärkerer Konkurrenz in Aussicht stellte.
Die Aktie von Novo Nordisk ist am Mittwoch deutlich eingebrochen, nachdem der Konzern vor sinkenden Umsätzen und Gewinnen im Jahr 2026 gewarnt hat.
Im frühen Handel in Kopenhagen verlor das Papier rund siebzehn Prozent und machte damit die Kursgewinne seit Jahresbeginn zunichte. Auslöser war eine überraschende vorzeitige Veröffentlichung des Ausblicks für 2026.
In dieser Prognose rechnet Novo Nordisk für das kommende Jahr mit einem Rückgang von Umsatz und operativem Gewinn um fünf bis dreizehn Prozent – deutlich schwächer, als Analysten erwartet hatten.
Bereits im Juli hatte das Unternehmen seine Prognose für 2025 gesenkt und auf den schwierigen US-Markt verwiesen. Die Aktie brach daraufhin an einem Tag um mehr als zwanzig Prozent ein.
Druck auf dem US-Markt
Novo Nordisk senkt nun die Preise für seine GLP-1-Präparate, um sie erschwinglicher zu machen – obwohl dies die Ergebnisse kurzfristig belasten dürfte.
In den USA sieht sich der Konzern wachsender Konkurrenz durch günstigere, in Apotheken hergestellte Versionen von Semaglutid ausgesetzt – dem Wirkstoff des Abnehmmittels Wegovy und des Diabetesmedikaments Ozempic – sowie durch den Rivalen Eli Lilly.
Es gibt aber auch Lichtblicke: Die neue, oral einzunehmende Version von Wegovy stößt in den USA auf eine sehr starke Anfangsnachfrage.
2025 erlebte Novo Nordisk das schlechteste Jahr seiner Geschichte. Der Aktienkurs brach zeitweise um fast fünfzig Prozent ein.
Gleichzeitig stellte der Konzern seine Führung neu auf: Er ernannte erstmals einen nicht-dänischen Vorstandschef und holte Ex-CEO Lars Rebien Sørensen als Aufsichtsratsvorsitzenden zurück.
Zudem einigte sich Novo Nordisk mit US-Präsident Donald Trump auf ein Programm rund um TrumpRx mit direkten Rabatten für Verbraucherinnen und Verbraucher.
Der Einstiegspreis für die neue Wegovy-Tablette liegt bei 149 US-Dollar (126 Euro) und damit deutlich unter dem Preis der Injektionsvariante vor einem Jahr.
Zusätzlich dürften auslaufende Patente in mehreren Märkten außerhalb der USA den Umsatz im Jahr 2026 belasten.
Unterdessen verlässt der Chef des US-Geschäfts, David Moore, den Konzern aus persönlichen Gründen. Er hatte die Markteinführung der Tablette verantwortet. Seine Nachfolge übernimmt Jamie Miller, die zuvor beim US-Versicherer UnitedHealth tätig war.