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Estée Lauder und Puig verhandeln über 35-Milliarden-Euro-Fusion großer Kosmetikmarken

ARCHIV: Aufgenommen am zweiten November zweitausendelf: Estée-Lauder-Produkte in einem Kaufhaus in South Portland im US-Bundesstaat Maine.
ARCHIV: Am zweiten November zweitausendelf ausgestellte Kosmetikprodukte von Estée Lauder in einem Kaufhaus in South Portland im US-Bundesstaat Maine. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Doloresz Katanich mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Der US-Kosmetikkonzern Estée Lauder führt Fusionsgespräche mit dem spanischen Konzern Puig, um das Parfümgeschäft zu stärken und den Umsatzrückgang zu stoppen.

Estée Lauder und der Parfümhersteller Puig sprechen über einen möglichen Zusammenschluss, der Marken wie MAC, Clinique, Charlotte Tilbury und Jean Paul Gaultier unter einem Dach bündeln würde.

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Estée Lauder bestätigte die Gespräche, betonte aber, dass es mit dem mehr als hundert Jahre alten spanischen Unternehmen noch keine Einigung gebe.

Der US-Kosmetikkonzern versucht seit einiger Zeit, den Rückgang seiner Verkäufe zu stoppen. Der Umsatz ist in jedem der vergangenen drei Jahre gesunken.

Im Jahr 2025 kündigte das Unternehmen an, bis zum Geschäftsjahr 2026 bis zu siebentausend Stellen abzubauen, mehr als elf Prozent der Belegschaft. Vorstandschef Stéphane de La Faverie erklärte damals, der Konzern stelle sein Geschäftsmodell um, um „schlanker, schneller und agiler“ zu werden.

„Estée Lauder hat in den vergangenen Jahren an Boden verloren und muss etwas Radikales tun, um wieder an die Spitze zu kommen“, sagte Dan Coatsworth, Leiter der Marktanalyse beim Broker AJ Bell.

„Die Übernahme von Puig ist ein interessanter Ansatz, doch die Erfahrung zeigt, dass das bloße Zusammenlegen zweier Unternehmen noch kein Garant für Erfolg ist“, fügte er hinzu.

Puig steuert Make-up-, Hautpflege- und Duftmarken wie Nina Ricci, Jean Paul Gaultier und Dr. Barbara Sturm.

Das Unternehmen ging Anfang 2024 an die Madrider Börse.

Ein Zusammenschluss von Estée Lauder und Puig würde einen Konzern mit einem Wert von mehr als 40 Milliarden Dollar (34,5 Milliarden Euro) schaffen, schrieb Analystin Sydney Wagner vom Investmenthaus Jefferies. Für Estée Lauder mit Sitz in New York wäre das zudem eine deutlich stärkere Stellung im Duftgeschäft, das den Großteil des Puig-Portfolios ausmacht.

Düfte bleiben zwar eine starke Kategorie, erklärte Wagner. Doch der Wettbewerb durch unabhängige Marken nehme spürbar zu, und L’Oréal habe seine Position weiter ausgebaut.

Die Estée-Lauder-Aktie lag gegen 15.30 Uhr MEZ an der New Yorker Börse mehr als 7,5 Prozent im Minus. Der Kurs von Puig legte zur gleichen Zeit in Madrid um knapp 13 Prozent zu.

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