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Ölpreis steigt über 115 Dollar: Märkte rätseln über Trumps nächste Schritte

Ein Devisenhändler reagiert vor einem Bildschirm mit internationalen Ölpreisen im Devisenhandelssaal der Hana-Bank-Zentrale in Seoul, Südkorea, 31. März 2026.
Ein Devisenhändler reagiert vor einem Bildschirm mit internationalen Ölpreisen im Handelsraum der Hana Bank in Seoul, Südkorea. 31. März 2026 Copyright  AP Photo/Ahn Young-joon
Copyright AP Photo/Ahn Young-joon
Von Doloresz Katanich mit AFP&AP
Zuerst veröffentlicht am
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In Europa sind die Ölpreise bis zum frühen Nachmittag weiter gestiegen. Zuvor war bekannt geworden, dass sich der Krieg im Iran erneut zuspitzt.

Anleger bleiben vorsichtig. Das Wall Street Journal berichtet, US‑Präsident Donald Trump habe damit gedroht, Irans zentrales Ölexportzentrum und Entsalzungsanlagen zu zerstören, falls Teheran keinen Deal akzeptiert. Zugleich habe er aber betont, die diplomatischen Bemühungen kämen voran.

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Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Regierungen weltweit fieberhaft Maßnahmen suchen, um die Belastung durch explodierende Energiepreise zu dämpfen und zugleich Energie zu sparen. Rund ein Fünftel der weltweiten Rohöl- und Gaslieferungen passiert die Straße von Hormus.

Nach Informationen des Wall Street Journal, das sich auf Regierungsvertreter beruft, gehen Trump und seine Berater inzwischen davon aus, dass eine Mission zur Wiedereröffnung der Wasserstraße länger dauern würde als sein anvisierter Zeitraum von vier bis sechs Wochen.

Dem Bericht zufolge will Trump zunächst Irans Raketenarsenal und Marine ins Visier nehmen. Erst danach wolle er den Druck erhöhen, damit Teheran die Meerenge wieder für den Schiffsverkehr öffnet.

US-Außenminister Marco Rubio sagte, Trump habe „Optionen zur Verfügung“ als Antwort auf Teherans Drohungen, die strategische Engstelle zu kontrollieren. Zuvor hatte es Berichte gegeben, Iran habe in der Region de facto eine Art „Mautstelle“ eingerichtet.

Beide wichtigen Öl-Benchmarks gaben am Dienstagmorgen zunächst leicht nach, holten die Verluste später aber wieder auf. Sowohl West Texas Intermediate als auch Brent-Rohöl kosten weiterhin deutlich mehr als 100 Dollar je Fass.

Brent-Futures mit Lieferung im Mai notierten gegen 13 Uhr in Europa bei etwas über 115 Dollar. WTI-Rohöl lag bei mehr als 104 Dollar je Barrel.

Die meisten europäischen Aktienmärkte starteten freundlich in den Tag, der Euro Stoxx 50 kletterte kurzzeitig um fast ein Prozent.

Am frühen Nachmittag lagen die wichtigsten Indizes in Europa zwischen null Komma drei und null Komma fünf Prozent im Plus. Die US-Futures notierten zur gleichen Zeit sämtlich im grünen Bereich und legten um null Komma sechs bis null Komma acht Prozent zu.

In Asien gewinnt der japanische Leitindex Nikkei 225 null Komma sechs Prozent. Der südkoreanische Kospi bricht hingegen um mehr als vier Prozent ein. Der Hang-Seng-Index in Hongkong tritt auf der Stelle, der Shanghai Composite verliert null Komma acht Prozent.

Im frühen Handel am Dienstag steigen auch die Edelmetallpreise. Gold verteuert sich um ein Prozent auf 4.554 Dollar je Feinunze, Silber legt um drei Komma vier Prozent auf 72,50 Dollar zu.

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