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600.000 Schafe getötet: Griechenlands Feta-Produktion durch Schafpocken ernsthaft bedroht

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Von Ioannis Karagiorgas mit AFP
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Starker Rückgang der Milcherzeugung aufgrund von Schafpocken und Keulungen. In Griechenland werden in diesem Jahr schätzungsweise 20.000 Tonnen weniger Feta zur Verfügung stehen.

Drei Monate, nachdem die griechischen Behörden eingegriffen haben, um den Ausbruch der Pocken bei Schafen einzudämmen, bei dem Tausende von Tieren getötet wurden, sind die Landwirte verzweifelt. Bis Anfang März hatten die Behörden in dem Versuch, die Seuche einzudämmen, mehr als 480.000 Schafe und Ziegen gekeult, wobei die am stärksten betroffenen Gebiete in Mittel- und Nordgriechenland lagen.

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"Wir stehen seit zwei, drei Monaten unter Ausgangssperre. Und wir wissen nicht, was passiert, wenn die Seuche erneut ausbricht. Dann werden wir wieder unter Ausgangssperre gestellt, was zu höheren Futterkosten führt. Wir können nicht mehr auf die Weide und die Produktionskosten werden steigen", klagt Viehzüchter Sotiris Stamboulis.

Rückgang des Viehbestands - weniger Milch

Die Landwirte betonen, dass der starke Rückgang des Viehbestands - und der daraus resultierende Rückgang der Milchproduktion - nun eine ernsthafte Bedrohung für den Feta darstelle. Der berühmte Käse mit der geschützten Ursprungsbezeichnung ist eines der wertvollsten Exportprodukte Griechenlands, wenn nicht sogar das wertvollste.

"Zwischen 500.000 und 600.000 Schafe wurden getötet, die Milchproduktion wird stark zurückgehen, und das wird sich auf den Feta auswirken. Die Feta-Produktion wird sehr stark zurückgehen", unterstreicht Sotiris Stamboulis.

Die Käsehersteller in der Region Thessalien geben an, dass die Milchproduktion in diesem Jahr um etwa 40 % zurückgegangen sei. Als wichtigste Feta-Produktionsregion des Landes, auf die mehr als die Hälfte der Gesamtexporte entfällt, hat jede Störung in Thessalien nationale Auswirkungen.

"Die Verringerung des Viehbestands verringert das Milchangebot. Solange das Angebot an Milch begrenzt ist, müssen wir auch weniger Feta produzieren", sagt Michalis Arvanitis, Eigentümer der Molkerei Arvanitis.

Nach Schätzungen der Nationalen Interprofessionellen Feta-Organisation (NIOF) könnte die Feta-Produktion bis 2026 ein Defizit von rund 20.000 Tonnen aufweisen, da weniger Milch zur Verfügung steht. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 belief sich die Gesamtproduktion auf etwa 140.000 Tonnen.

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