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Was könnte die Märkte diese Woche bewegen? Worauf Anleger jetzt achten

Dateifoto eines Händlers - AP
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Von Angela Barnes
Zuerst veröffentlicht am
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Die europäischen Märkte kehren am Dienstag aus der Osterpause zurück – zeitgleich mit dem Ablauf einer von US-Präsident Donald Trump gesetzten Frist an den Iran, die Straße von Hormus vollständig zu öffnen.

Mit der Wiedereröffnung der europäischen Märkte nach den Osterfeiertagen stehen Anleger vor einer Mischung aus geopolitischen Risiken und wichtigen Konjunkturdaten, die die Stimmung in der kommenden Woche prägen dürften.

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Im Fokus steht vor allem, wie der Iran auf die von US-Präsident Donald Trump gesetzte Frist zur Wiederöffnung der Straße von Hormus reagiert – einem zentralen Nadelöhr für den globalen Ölhandel.

Jede Eskalation oder Entspannung könnte sich rasch auf die Energiemärkte auswirken und sowohl die Ölpreise als auch die Inflationserwartungen nach oben treiben. J.P. Morgan wies am Donnerstag darauf hin, dass die Ölpreise auf bis zu 150 Dollar pro Barrel steigen könnten, sollten die Lieferunterbrechungen bis Mitte Mai anhalten. Neben der geopolitischen Lage rücken auch Inflationsdaten, Signale der Zentralbanken und Unternehmenszahlen in den Fokus, während die Märkte ihre Erwartungen für das zweite Quartal neu justieren.

Wirtschaftsdaten im Blick

Der makroökonomische Kalender startet am Dienstag mit den PMI-Daten für die Eurozone, einem wichtigen Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Die jüngsten Werte deuten auf eine Abschwächung des Wachstums hin. Der zusammengesetzte PMI signalisiert angesichts nachlassender Nachfrage und wachsender Unsicherheit nur noch ein geringes Plus.

Am Mittwoch richten sich die Blicke auf neue Zahlen von Eurostat zu den Einzelhandelsumsätzen und Erzeugerpreisen in der Eurozone. Sie geben Hinweise auf die Konsumnachfrage und den vorgelagerten Inflationsdruck. Insgesamt bleibt die europäische Datenlage überschaubar, ist aber dennoch relevant.

Die Finanzkonten des Euroraums liefern zusätzliche Einblicke in die Kreditvergabe, während im Vereinigten Königreich vor dem Hintergrund jüngster Stagnationssignale vor allem Arbeitsmarkt- und Wachstumsdaten im Fokus stehen. Danach verlagert sich die Aufmerksamkeit in die USA: Dort wird am Mittwoch das Protokoll der jüngsten Sitzung der Federal Reserve veröffentlicht. Anleger erhoffen sich daraus Hinweise darauf, wann mögliche Zinssenkungen anstehen könnten.

Am Donnerstag folgen wichtige Daten vom US-Arbeitsmarkt, darunter die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die weitere Rückschlüsse auf die Lage am Arbeitsmarkt erlauben. Den Abschluss der Woche bildet der US-Verbraucherpreisindex für März, einschließlich der besonders beachteten Kernrate. Fällt die Inflation höher aus als erwartet, könnte das Hoffnungen auf eine Lockerung der Geldpolitik dämpfen und die Schwankungen an den globalen Märkten – auch in Europa – verstärken.

Auf Unternehmensseite bleibt es in Europa ruhig. Aufmerksamkeit dürfte jedoch die Hauptversammlung der Raiffeisen Bank International am Donnerstag auf sich ziehen, von der sich Beobachter Hinweise auf die Lage im Bankensektor und die Kreditbedingungen in der Region erhoffen.

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