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Wohnungskrise: Fast 70 % der jungen Spanier lebt noch bei den Eltern

Ein Mann geht am Dienstag, 14. Januar 2025, an einem Büro einer Immobilienagentur vorbei, die Wohnungen in Madrid, Spanien, bewirbt.
Ein Mann geht am Dienstag, 14. Januar 2025, an einem Büro einer Immobilienagentur vorbei, die Wohnungen in Madrid, Spanien, bewirbt. Copyright  AP Photo
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Von Christina Thykjaer
Zuerst veröffentlicht am
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Der Zugang zu Wohnraum ist nach wie vor das größte Hindernis für junge Menschen in Spanien: Sieben von zehn jungen Menschen sind aufgrund der hohen Miet- und Kaufkosten nicht in der Lage, unabhängig zu werden und lebt weiterhin bei den Eltern.

Der Zugang zu Wohnraum ist zu einem der größten Hindernisse für junge Menschen in Spanien geworden. Jüngsten Daten des Nationalen Instituts für Statistik zufolge leben fast sieben von zehn Personen unter 34 Jahren weiterhin in der Wohnung der Eltern, da sie sich die aktuellen Immobilienpreise nicht leisten können.

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Die Emanzipation der Jugendlichen hinkt weiterhin hinterher, insbesondere bei den Jüngsten. In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen lebt die überwiegende Mehrheit noch bei den Eltern, und selbst für die über 25-Jährigen bleibt die Unabhängigkeit ein unerreichbares Ziel. Die Kombination aus niedrigen Löhnen und hohen Mieten macht es schwierig, den Schritt zum Wohneigentum zu vollziehen.

Den Daten von Eurostat zufolge ist die Situation in Spanien kein Einzelfall, sondern gehört zu den extremsten in Europa. Auf europäischer Ebene leben etwa 48 % der 18- bis 34-Jährigen bei ihren Eltern, womit Spanien weit über dem Durchschnitt liegt.

Der Kaufpreis und vor allem die Miete sind die größten Hindernisse. Viele junge Menschen geben an, dass ihr Einkommen, obwohl sie berufstätig sind, nicht ausreicht, um die Kosten für eine Wohnung zu decken, ohne zu viel von ihrem Gehalt auszugeben. Diese Situation hat dazu geführt, dass viele Versuche, umzuziehen, gescheitert sind.

Darüber hinaus spielt auch die berufliche und persönliche Instabilität eine Rolle. Einige junge Menschen, die es geschafft haben, unabhängig zu werden, mussten nach Trennungen, Einkommensverlusten oder Mieterhöhungen in die Familienwohnung zurückkehren, was die Fragilität der Emanzipation unter den gegenwärtigen Bedingungen verdeutlicht.

Auch ältere Menschen teilen sich eine Wohnung

Das Phänomen betrifft nicht nur die unter 34-Jährigen. Die steigenden Kosten auf dem Markt haben dazu geführt, dass sich ältere Erwachsene für Lösungen wie Wohngemeinschaften entscheiden, was früher eher bei Studenten oder jungen Arbeitnehmern üblich war.

Experten warnen, dass dieser Trend erhebliche soziale Auswirkungen hat: Er verzögert Entscheidungen wie die Gründung einer Familie, schränkt die individuelle Autonomie ein und spiegelt ein strukturelles Problem beim Zugang zu Wohnraum wider. Ohne wesentliche Veränderungen auf dem Markt oder in der öffentlichen Politik deutet alles darauf hin, dass diese Situation die neuen Generationen auch in den kommenden Jahren prägen wird.

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