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Amazon investiert 10 Milliarden Euro in Europa: 25.000 Jobs und Lagerroboter

John Boumphrey, Amazon-Chef für Großbritannien und Irland, spricht bei „Delivering the Future“ im Logistikzentrum Dartford in England.
John Boumphrey, Vizepräsident und Amazon-Länderchef für UK und Irland, spricht beim „Delivering the Future“-Event im Logistikzentrum Dartford in England. Copyright  Euronews 2026. All rights reserved.
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Von Roselyne Min
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Amazon plant in Europa einen seiner größten Schritte: Mehr als 10 Milliarden Euro fließen in den nächsten Jahren in Ausbau und Modernisierung des Lager- und Liefernetzes.

Amazon startet eine große Investitionsoffensive in Europa. Mehr als zehn Milliarden Euro sind in den kommenden Jahren für den Ausbau und die Modernisierung des Lager- und Liefernetzes auf dem Kontinent vorgesehen.

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Die Ankündigung erfolgte am Donnerstag bei Amazons Veranstaltung „Delivering the Future“ in London. Zuvor hatte der Konzern erklärt, er habe im Jahr 2025 mehr als 60 Milliarden Euro in Europa investiert, die bislang größte Jahresinvestition des Unternehmens auf dem Kontinent. Das unterstreicht die Dimension der Expansionspläne.

Ein Teil der neuen Mittel fließt in Robotik und Automatisierung in Amazons Logistikzentren.

Laut Amazon sollen die Systeme körperlich anstrengende Aufgaben übernehmen, etwa das Bewegen schwerer Lasten oder monotones Heben. Beschäftigte könnten sich dadurch stärker auf andere Arbeiten in den Standorten konzentrieren.

Zu den Technologien, in die Amazon investiert, gehört auch eine neue Version von Proteus, dem autonomen Lagerroboter des Konzerns. Er soll künftig Anweisungen der Beschäftigten in gesprochener Sprache verstehen.

Geld fließt auch in den Ausbau und die Modernisierung der Logistikzentren, großer Lagerhallen, in denen Amazon Bestellungen bearbeitet, verpackt und verschickt. Neue Technik soll die Kapazitäten des Unternehmens in Europa deutlich erhöhen.

Welche europäischen Logistikzentren genau von dem neuen Paket über zehn Milliarden Euro profitieren, ließ Amazon offen. Das Netzwerk umfasst bereits mehrere Länder, darunter das Vereinigte Königreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen, Tschechien und die Slowakei.

Nach Unternehmensangaben sollen durch die Investitionen in den kommenden Jahren zusätzlich 25.000 Arbeitsplätze in den Logistikzentren in Europa entstehen.

Amazon kündigte zudem einen Fonds von einer Milliarde Dollar (860 Millionen Euro) für gezielte Weiterbildung von Beschäftigten bis 2030 an. Er ist Teil eines größeren weltweiten Programms zum Ausbau von Qualifikationen im Umfang von 2,5 Milliarden Dollar.

Der Konzern erklärte, mit dem Geld könnten Beschäftigte sich für Tätigkeiten in Bereichen wie Cybersicherheit, Softwareentwicklung, Logistik, erneuerbare Energien und Mechatronik qualifizieren. Das Programm steht in einigen europäischen Ländern zur Verfügung, darunter im Vereinigten Königreich.

Die Zahlen verdeutlichen, wie stark Amazons Präsenz in Europa wächst. Nach eigenen Angaben sichert das Unternehmen bereits mehr als 1,5 Millionen Arbeitsplätze auf dem Kontinent. Dazu zählen 230.000 direkt bei Amazon angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, über 400.000 Beschäftigte im erweiterten Arbeitsumfeld wie Dienstleister und Saisonkräfte sowie mehr als 600.000 Jobs bei rund 200.000 kleinen und mittleren Unternehmen und Selbstständigen in Europa, die über Amazon verkaufen.

Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der Europa den Verlust einiger seiner aussichtsreichsten Unternehmen an die USA beklagt und um seine Rolle im globalen Rennen um KI und Robotik ringt. China und die Vereinigten Staaten legen hier mit hohem Tempo vor.

Nach einem Bericht (Quelle auf Englisch) des früheren EZB-Präsidenten Mario Draghi verlegten fast 30 Prozent der Start-ups, die zwischen 2008 und 2021 in Europa gegründet wurden und später zu Unicorns aufstiegen, ihren Hauptsitz ins Ausland, die meisten in die Vereinigten Staaten.

Europäische Politikerinnen und Politiker arbeiten an Maßnahmen, die es Unternehmen erleichtern sollen, in Europa zu gründen, zu wachsen und hier zu bleiben, darunter EU Inc., eine Initiative, mit der Start-ups sich einmalig registrieren und dann einfacher im gesamten Binnenmarkt tätig sein könnten.

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