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Britischer Teenager nach Krypto-Enthüllungen auf Russlands Sanktionsliste

Russlands Präsident Wladimir Putin leitet eine Sitzung des Präsidialrats für Sprachpolitik zur Förderung der russischen Sprache am zweiten Juni 2026.
Russlands Präsident Wladimir Putin leitet am zweiten Juni 2026 eine Sitzung des Präsidialrats für Staatspolitik zur Förderung der russischen Sprache. Copyright  Sputnik
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Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am
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Ein 17-jähriger Brite deckte mutmaßliche Krypto-Geldwäsche mit Russland-Bezug auf. Nun setzt Moskau ihn auf eine Sanktionsliste. Sein Bericht nennt einen rubelgestützten Stablecoin als zentrales Instrument zur Umgehung westlicher Sanktionen.

Die Enthüllungen eines siebzehnjährigen Briten über ein mutmaßliches, von Russland gestütztes Krypto-Geldwäschenetzwerk haben es bis in den Kreml geschafft und ihm einen Platz auf einer neuen Sanktionsliste eingebracht.

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Das russische Außenministerium belegte Alexander Browder am Mittwoch mit Sanktionen und warf ihm "verleumderische Spekulationen und Falschinformationen! vor.

Der Teenager darf nun gemeinsam mit vier weiteren britischen Staatsbürgern nicht mehr nach Russland einreisen.

Sein Bericht mit dem Titel "Confronting the Illicit-Finance Hydra in Crypto Markets: Protecting Retail Investors and Disrupting Hostile Government Exploitation" erschien im März beim konservativen britischen Thinktank "Henry Jackson Society".

Darin beschreibt Browder mutmaßliche illegale Krypto-Geldwäsche. Seinen Berechnungen zufolge haben verschiedene Staaten, darunter Russland, Iran und Nordkorea, rund 350 Milliarden US-Dollar gewaschen.

In dem Bericht geht es zudem um einen rubelgestützten Stablecoin – eine digitale Währung, deren Wert an staatliche Währungen gekoppelt ist – mit dem Namen A7A5. Er gehöre demnach "zu den gravierendsten Problemen des Westens" im Kampf gegen Geldwäsche.

Das britische Außenministerium wirft Russland vor, Token wie A7A5 zu nutzen, um westliche Sanktionen zu umgehen und über Kryptobörsen sein Militär zu finanzieren.

Die britische Regierung verhängte im Mai eine Reihe von Sanktionen gegen Personen, die mit dem Netzwerk hinter A7A5 in Verbindung stehen. Dieses soll nach Regierungsangaben im vergangenen Jahr mehr als 90 Milliarden Dollar verschoben haben.

Browder gehört zu den jüngsten Personen, die Moskau je mit Sanktionen belegt hat.In mehreren Beiträgen auf X nannte der Teenager die Maßnahme "eine Ehrenmedaille" und schrieb, er sei "stolz, als erster Schüler weltweit jemals von einem autoritären Regime für die Aufdeckung von Korruption sanktioniert worden zu sein".

"Ich habe ihre Achillesferse offengelegt", schrieb er weiter. "Ohne A7A5 könnten sie ihren Angriffskrieg nicht finanzieren.“

Das russische Außenministerium warnte in seiner Mitteilung zu den Sanktionen, sämtliche Versuche der britischen politischen Eliten, die Russophobie zu verschärfen, dem internationalen Ansehen Russlands bewusst zu schaden und die antirussischen Sanktionen auszuweiten, würden mit "entschiedenen Gegenmaßnahmen" beantwortet.

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