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Ibex 35 feiert Iran-Abkommen und klettert auf Rekord von 19.000 Punkten

Archivaufnahme der spanischen Börse mit dem Leitindex Ibex 35.
Archivaufnahme der spanischen Börse mit dem Leitindex Ibex 35. Copyright  AP Photo
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Von Maria Muñoz Morillo
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ein Memorandum zwischen den USA und Iran zur Öffnung der Straße von Hormus drückt den Ölpreis, treibt den Ibex 35 über 19.000 Punkte und lässt Europas Börsen kräftig steigen.

Montag der Euphorie an den internationalen Finanzmärkten nach der Bekanntgabe eines Rahmenabkommens zwischen der Regierung Trump und der Islamischen Republik Iran, das den Krieg im Nahen Osten beenden soll. Die spanische Börse gehört zu den Hauptdarstellern des Tages. Der Ibex 35 durchbricht alle Widerstände und kratzt an einem neuen Allzeithoch: Er überspringt die Marke von 19.000 Punkten und steigt bis auf 19.122 Zähler. Seit Jahresbeginn summiert der Leitindex damit ein Plus von rund zehn Prozent.

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Das Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran beendet die militärische Eskalation, die den Nahen Osten in Atem hielt und die globale makroökonomische Stabilität bedrohte.

Straße von Hormus öffnet wieder für Welthandel

Der wirtschaftliche Kern des bilateralen Pakts ist die sofortige Wiederöffnung der Straße von Hormus. Die Meerenge gehört zu den wichtigsten Logistikrouten der Welt. Dort wird rund ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls verschifft, dazu riesige Mengen von Konsum- und Industriegütern.

Seit Ausbruch des Konflikts hatte die Blockade dieser Seestraße die globalen Lieferketten abgewürgt und den Ölpreis auf unhaltbare Höhen getrieben. Das schürte die Angst vor einer neuen Inflationskrise.

Die Ankündigung, den kommerziellen Schiffsverkehr wieder aufzunehmen, löste einen sofortigen Preissturz beim Öl der Sorte Brent aus. Der Barrelpreis brach noch vor Börsenstart um mehr als vier Prozent ein, nachdem er in den Monaten der Kämpfe kräftig gestiegen war. Dennoch liegt der Preis weiter über dem Niveau vor Beginn des Konflikts.

Ibex 35 im Aufwind: Wer treibt die Rally?

Die Entspannung an der geopolitischen Front hat den Anlegern im spanischen Leitindex wieder Lust auf Risiko gemacht. Besonders profitieren Banken und Großkonzerne wie Inditex.

  • Tourismus und Airlines: Werte wie IAG, die Mutter von Iberia und Vueling und zeitweise nahe an fünf Prozent im Plus, dazu Meliá Hotels und Amadeus, verzeichnen steile Kursgewinne. Der Rückgang der Treibstoffkosten und die Rückkehr geopolitischer Stabilität verbessern die Prognosen für die Sommersaison.
  • Bankensektor: Die Großbanken (BBVA mit einem Plus von 3,14 %, Banco Santander mit 3,48 % und Caixabank mit 1,18 % Gewinn) fungieren als Motor des Index. Sie profitieren vom allgemeinen Optimismus und von der abnehmenden Rezessionsgefahr.
  • Industrie-, Konsum-, Telekom- und Energiewerte: Die Entspannung bei Energie- und Logistikkosten verschafft den stark von Rohstoffen abhängigen Unternehmen Luft bei den Margen. Inditex steigt um 2,07 %, Iberdrola um 0,30 % und Telefónica um 0,68 % zum Handelsstart.

Europas Börsen ziehen mit

Die gute Stimmung an der Börse in Madrid greift auf die übrigen Handelsplätze des Alten Kontinents über. Der Dax in Frankfurt, der Cac 40 in Paris und der Euro Stoxx 50 starten mit deutlichen Gewinnen. Die Märkte feiern das Ende eines Risikos, das das weltweite Wachstum in der zweiten Jahreshälfte abrupt hätte ausbremsen können.

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