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Golfbanken setzen auf KI: behalten sie Kontrolle über Kundendaten?

Golfbanken testen neue KI-Werkzeuge, sorgen sich aber um Datensicherheit und Regulierung.
Golfbanken testen neue KI-Werkzeuge und ringen mit Sorgen um Datensicherheit und Aufsicht. Copyright  Business Wire
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Von Mohamed Elashi
Zuerst veröffentlicht am
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Golfbanken testen neue KI-Werkzeuge. Im Mittelpunkt steht inzwischen weniger, was die Technik leistet, sondern wie sie verantwortungsvoll zum Einsatz kommt.

Banken am Golf wollen KI zügig einsetzen. Doch viele ringen noch mit einer grundlegenden Frage: Wie nutzen sie die Technologie, ohne vertrauliche Kundendaten zu gefährden?

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Das Thema gewinnt an Bedeutung, da Banken in der Region neue KI-Werkzeuge testen. Sie sollen Routineaufgaben beschleunigen, Dokumente auswerten und die Produktivität steigern.

Für Najla Ibrahim Al-Mutawa, Executive Vice President für Strategie und Geschäftsentwicklung bei QNB, geht die Debatte weit über reine Effizienz hinaus.

„Für Banken geht es nicht nur darum, ob generative KI Effizienz oder Kundenerlebnis verbessert. Entscheidend ist, ob sie diese Technologie so einsetzen können, dass Vertrauen erhalten bleibt, Daten geschützt sind und Aufsichtsregeln erfüllt werden.“

Nach Ansicht von Najla Ibrahim Al-Mutawa besteht die Herausforderung nicht darin, ob Banken KI einsetzen sollten, sondern wie sie dies verantwortungsvoll tun.
Nach Ansicht von Najla Ibrahim Al-Mutawa besteht die Herausforderung nicht darin, ob Banken KI einsetzen sollten, sondern wie sie dies verantwortungsvoll tun. QNB

Diese Herausforderung eröffnet zugleich Chancen für Unternehmen, die KI für Banken sicherer und einfacher nutzbar machen möchten.

Sami Mian, CEO von Blade Labs, beobachtet, dass viele Banken den eigentlichen KI-Systemen vertrauen. Sorgen bereitet ihnen eher, auf welche Informationen diese Systeme zugreifen.

„Das KI-Werkzeug kann genehmigt sein. Die Cloud kann genehmigt sein. Doch die Bank muss weiterhin steuern, was die KI überhaupt sehen darf.“

Blade Labs hat mit ZeroH Disclosure eine Plattform entwickelt. Sie soll den Informationsfluss zu KI-Systemen automatisch begrenzen und zugleich dokumentieren, welche Daten aus welchem Grund offengelegt wurden.

Für viele Banken liegt die größte Herausforderung weniger in der Technik selbst als in ihrer Steuerung.

Sie wollen sicher sein, dass Namen, Kontodaten und andere sensible Angaben geschützt sind, bevor sie Daten mit KI-Werkzeugen teilen.

Die Beraterin für KI und digitale Transformation, Alina Timofeeva, sieht, dass generative KI Finanzinstitute zum Umdenken im Datenmanagement zwingt.

„Im Bankgeschäft ist Vertrauen das eigentliche Produkt“, sagt sie. „Die Diskussion verschiebt sich: weg von der Frage, wo Daten gespeichert sind, hin dazu, wer darauf zugreifen darf, wofür sie genutzt werden und wer Verantwortung übernimmt, wenn etwas schiefgeht.“

Das spielt besonders im Golf eine Rolle. Die Aufsichtsbehörden treiben die digitale Transformation voran und verschärfen gleichzeitig Vorschriften zu Datenschutz, Cybersicherheit und KI-Governance.

Al-Mutawa beobachtet, dass Banken den KI-Einsatz sorgfältiger abwägen. Niedrigrisikotests behandeln sie anders als Anwendungen, in denen Kundendaten und andere sensible Informationen eine Rolle spielen.

„Kundendaten, vertrauliche interne Informationen, Kontrollen zur Bekämpfung von Finanzkriminalität, Risikomodelle und proprietäre Geschäftsdaten erfordern deutlich strengere Schutzmechanismen“, sagt sie.

Für Mian liegt die Lösung darin, Institutionen mehr Kontrolle darüber zu geben, welche Informationen KI-Systeme überhaupt erhalten.

Statt Mitarbeitende Dokumente manuell bereinigen zu lassen, sollen diese Kontrollmechanismen direkt in die Arbeitsabläufe eingebaut werden. So lassen sich nur freigegebene Informationen weitergeben und zugleich Prüfspuren darüber anlegen, was geteilt wurde.

Sami Mian rechnet mit einem breiteren KI-Einsatz, sobald Institutionen die Nutzung sensibler Daten besser steuern können.
Sami Mian rechnet mit einem breiteren KI-Einsatz, sobald Institutionen die Nutzung sensibler Daten besser steuern können. Blade Labs

Ähnliches Denken setzt sich auch im islamischen Finanzwesen durch. Produktfreigaben binden dort oft zahlreiche Akteure ein, darunter Juristinnen und Juristen, Compliance-Abteilungen, Prüfer und Scharia-Gelehrte.

Blade Labs entwickelt außerdem Ask Ali, einen auf islamische Finanzfragen spezialisierten KI-Assistenten. Die Plattform soll Fachleute dabei unterstützen, Standards zu recherchieren, Dokumente zu prüfen und Scharia-Fragen zu klären – stets unter menschlicher Aufsicht.

Alle drei sind sich einig: Vertrauen entscheidet darüber, wie schnell Banken KI übernehmen.

„Institutionen, die dieses Problem zuerst lösen, können KI deutlich freier nutzen“, sagt Mian. „Wer keine Kontrolle nachweisen kann, bleibt in Pilotprojekten, Restriktionen und internen Freigabeschleifen stecken.“

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