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Lucky-Strike-Konzern BAT streicht 5.500 Stellen weltweit in Sparprogramm über 695 Mio. Euro

ARCHIV: Das Logo von British American Tobacco über einem Handelsposten auf dem Parkett der New York Stock Exchange, Juli 2017.
ARCHIV: Das Logo von British American Tobacco ist über einem Handelsposten auf dem Parkett der New Yorker Börse zu sehen, Juli 2017. Copyright  AP Photo/Richard Drew
Copyright AP Photo/Richard Drew
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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British American Tobacco streicht weltweit 5.500 Stellen und vergibt Tausende Jobs an externe Dienstleister, um Kosten zu senken und stärker auf E-Zigaretten sowie Nikotinbeutel zu setzen.

British American Tobacco (BAT), der in London börsennotierte Hersteller von Lucky Strike und Dunhill, kündigte am Montag an, weltweit 5.500 Stellen zu streichen.

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Zudem will BAT rund 3.500 Arbeitsplätze an externe Dienstleister vergeben. Insgesamt sind damit etwa 9.000 Beschäftigte betroffen, also fast ein Fünftel der weltweit 47.000 Mitarbeitenden.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP peilt der Konzern bis 2028 jährliche Einsparungen von 600 Millionen Pfund (695 Millionen Euro) an.

Der Umbau betrifft die BAT-Aktivitäten weltweit. Den US-Markt, das mit Abstand wichtigste Absatzgebiet, nimmt der Konzern aus. Dort läuft das Geschäft über die Tochter Reynolds American.

Wie die Konkurrenz kämpft BAT mit dem stetigen Rückgang des klassischen Zigarettengeschäfts in den etablierten Märkten. Gesundheitsbedenken und strengere Regulierung lassen die Zahl der Zigarettenkäuferinnen und -käufer sinken.

Der Konzern setzt seine Zukunft auf sogenannte rauchfreie Produkte: die E-Zigarettenmarke Vuse, die Tabakerhitzer glo und die Nikotinbeutel Velo. Bis 2035 soll die Hälfte des Umsatzes aus diesen jüngeren Sparten kommen.

Die Umstellung verläuft jedoch holprig.

In den USA verzögert sich die Einführung neuer Nikotinprodukte durch langwierige Zulassungsverfahren. Das bremst die Verkäufe im für BAT wichtigsten Markt.

Technologie, Kosten und bestätigter Stellenabbau

CEO Tadeu Marroco stellt die Kürzungen als Schritt zu einem Unternehmen dar, das agiler arbeitet, Kosten strenger kontrolliert und stärker auf Technologie setzt. Zugleich betonte er, BAT wolle die betroffenen Beschäftigten mit Sorgfalt und Respekt durch den Wandel begleiten.

Das nun genannte Sparziel kommt zu Einsparungen von bereits geplanten 500 Millionen Pfund (580 Millionen Euro) für 2027 hinzu. Einen Teil der ausgelagerten Aufgaben soll die Beratung Accenture übernehmen.

An der Börse fiel die Reaktion verhalten aus: Die BAT-Aktie gab im Verlauf des Montagshandels in London um rund 2,5 % nach.

Analysten der Bank Barclays erinnerten daran, dass BAT höhere Produktivität bereits zu Jahresbeginn angekündigt hatte. Das Ausmaß der Einschnitte dürfte den Markt dennoch überraschen.

Russ Mould, Investmentchef des Vermögensverwalters AJ Bell, sah in dem Schritt einen weitergehenden Warnhinweis. BAT sei nur das jüngste Beispiel für Unternehmen, die verstärkt auf Technologie setzen, um ihren Betrieb zu steuern und Produkte schneller auf den Markt zu bringen.

Das Ausmaß der Kürzungen sei ein „Zeichen der Zeit“ und ein beunruhigendes Signal für den Arbeitsmarkt insgesamt, warnte Mould.

Weitere Quellen • AFP

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