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Infineon erreicht Umsatzrekord: KI-Rechenzentren treiben Wachstum

Infineon hat vergangenen Monat eine neue Chipfabrik in Dresden vorzeitig eröffnet.
Infineon hat vergangenen Monat eine neue Chipfabrik in Dresden vorzeitig eröffnet. Copyright  Copyright 2009 AP. All rights reserved.
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Von Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Vom Sorgenkind der Chipbranche zum Profiteur des KI-Zeitalters: Infineon hat einen bemerkenswerten Wandel vollzogen. Heute gehören die Halbleiter des Münchner Konzerns zu den Schlüsselkomponenten für Elektroautos, Rechenzentren und die Energiewende.

Gute Nachrichten aus der deutschen Industrie: Der Chip- und Halbleiterhersteller Infineon verzeichnet einen Umsatzrekord.

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Der Technologiekonzern aus Neubiberg bei München steigerte seine Erlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro im dritten Geschäftsquartal, wie die dpa mitteilt. Auch der Gewinn entwickelte sich deutlich positiv: Er legte um 39 Prozent auf 423 Millionen Euro zu.

Das Marktumfeld habe sich aufgehellt, der Aufschwung sei in vollem Gange, sagte Konzernchef Jochen Hanebeck. „Immer mehr unserer Zielmärkte zeigen einen positiven Trend“, betonte er.

Besonders gefragt seien weiterhin die Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren, die der Manager als wichtigsten Wachstumstreiber bezeichnete. Rückenwind komme zudem von weltweit steigenden Investitionen in die Netzinfrastruktur. Auch im Automobilgeschäft zögen die Aufträge spürbar an.

Erfolgreichste Treiber: Autos und KI

Das Autogeschäft ist Infineons größte Sparte und steht für knapp die Hälfte des Umsatzes. In der Vergangenheit hatte auch dieser Bereich unter der Schwäche der Automobilindustrie gelitten.

Nun zeigt die Entwicklung wieder nach oben: Die Aufträge ziehen an, wenn auch weniger dynamisch als im zweitgrößten Geschäftsbereich Power & Sensor Systems. Dieser legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund ein Drittel zu.

Treiber der Nachfrage sind vor allem Server sowie der massive Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.

Infineon hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Das Unternehmen entstand 1999 durch die Ausgliederung des Halbleitergeschäfts von Siemens und ging noch im selben Jahr an die Börse.

Die Wurzeln reichen jedoch deutlich weiter zurück: Das Geschäftsfeld entstand aus der langen Elektronik- und Forschungstradition von Siemens, die bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann.

Schnelle Reaktion auf neue Zeiten

In den Anfangsjahren konzentrierte sich Infineon vor allem auf Speicherchips, Mikrocontroller und Kommunikationshalbleiter. Anfang der 2000er-Jahre geriet das Unternehmen durch die Krise der Chipbranche unter Druck und trennte sich 2006 von seinem Speicherchipgeschäft, das als eigenständiges Unternehmen unter dem Namen Qimonda weitergeführt wurde und später insolvent ging.

Anschließend richtete Infineon seine Strategie neu aus und fokussierte sich zunehmend auf besonders wachstumsstarke Märkte: energieeffiziente Halbleiter, Leistungselektronik, Sensoren und Chips für die Automobilindustrie.

Mit Übernahmen wie dem Kauf des US-Unternehmens International Rectifier im Jahr 2015 und des US-Konkurrenten Cypress Semiconductor im Jahr 2020 baute Infineon seine Position in Bereichen wie Elektromobilität, erneuerbare Energien und vernetzte Technologien weiter aus.

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