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Trump-Handelsgesandter: London setzt auf Brüssel statt auf USA

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer gibt am Mittwoch, den 26. August 2026, vor dem Weißen Haus in Washington ein Fernsehinterview.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer gibt am Mittwoch, 26. August 2026, vor dem Weißen Haus in Washington ein Fernsehinterview. Copyright  AP Photo
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Von Jonathan Benton mit AFP
Zuerst veröffentlicht am
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US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer meint, Londons enge EU-Anbindung erschwere eine Ausweitung des Vorjahresabkommens. Premier Andy Burnham prüft engere Beziehungen zu Brüssel.

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer wirft der britischen Regierung vor, sich weiter eng an EU-Regeln zu orientieren. Das sei „ein Problem“ für Londons Ziel, das im vergangenen Jahr mit der Regierung von Präsident Donald Trump geschlossene Handelsabkommen auszubauen.

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Greers Kritik fällt in eine Phase, in der Premierminister Andy Burnham auf die Bemühungen seines Vorgängers Keir Starmer aufbauen will, die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union nach dem Brexit zu vertiefen.

Auf die Frage, ob Großbritannien die „Freiheit“ nutze, die der Austritt aus der EU zu Beginn dieses Jahrzehnts gebracht habe, antwortete Greer der „Financial Times“: „Nein, das tun sie nicht.“

„In meinen Gesprächen mit der britischen Seite sage ich: ‚Sie sind jetzt frei von der EU. Warum lockern Sie nicht ein wenig, akzeptieren nach amerikanischen Standards gefertigte Waren, lassen landwirtschaftliche Produkte zu, die amerikanischen Standards entsprechen?‘“, so Greer.

„Sie antworten: ‚Wir müssen abwarten, was die EU dazu sagt.‘ Das ist für uns ein Problem, und das macht die Dinge schwierig“, fügte er hinzu.

Bei einem Besuch in London in dieser Woche sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Paris und London seien „weiterhin offen, über alles zu sprechen, auch darüber, den britischen Neustart mit der Europäischen Union voranzubringen“.

Ein wichtiges Spitzentreffen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich wird noch vor Jahresende erwartet.

Burnham sagte am Mittwoch vor Journalistinnen und Journalisten, seit dem Brexit seien „die Menschen hier des fehlenden Zukunftsbildes überdrüssig, sie sehen, dass wir enger zusammenarbeiten müssen“.

In seiner ersten Rede als Premierminister vor dem britischen Parlament erklärte Burnham außerdem, der Brexit habe zum schleppenden Wirtschaftswachstum Großbritanniens beigetragen.

Trump und Starmer hatten im Mai 2025 ein Handelsabkommen verkündet. Washington senkte darin Zölle auf britische Luxusautos sowie auf Stahl und Aluminium, nachdem der US-Präsident weltweit eine Welle neuer Zölle ausgelöst hatte.

Die britische Regierung betonte, die größere Öffnung für US-Agrarprodukte, darunter Ethanol und US-Rindfleisch, werde die heimischen Lebensmittelstandards nicht verwässern. In Großbritannien gibt es seit Langem Bedenken gegen in Chlorlösung desinfizierte Hähnchen und hormonbehandeltes Rindfleisch aus den USA.

London einigte sich zudem mit Washington darauf, höhere Preise für bestimmte Medikamente zu akzeptieren, um neue US-Zölle auf Arzneimittel zu vermeiden.

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