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Serbien und Usbekistan schließen strategische Partnerschaft bei Mirzijojews erstem Belgrad-Besuch

Usbekistans Präsident Schawkat Mirsijojew und Serbiens Präsident Aleksandar Vučić halten unterzeichnete Dokumente in die Kamera.
Usbekistans Präsident Schawkat Mirsijojew und Serbiens Präsident Aleksandar Vučić präsentieren unterzeichnete Dokumente. Copyright  Uzbekistan's Center for the Production of Content for Mass Media
Copyright Uzbekistan's Center for the Production of Content for Mass Media
Von Rushanabonu Aliakbarova & Katarina Mićić
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Bei seinem ersten offiziellen Besuch in Belgrad schloss Usbekistans Präsident Mirziyoyev 20 Abkommen zu Verkehr, Energie, Digitalisierung und Arbeitsmigration. Beide Seiten planen zudem ein Freihandelsabkommen und stärken den Middle Corridor nach Europa.

Usbekistan und Serbien haben am Dienstag in Belgrad eine Erklärung über eine strategische Partnerschaft unterzeichnet. Die Präsidenten beider Länder einigten sich bei dem ersten offiziellen Besuch des usbekischen Präsidenten Schawkat Mirsijojew in Serbien auf 20 bilaterale Abkommen zu Handel, Verkehr, Energie, Digitalisierung und Arbeitsmobilität.

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Mirsijojew und sein serbischer Amtskollege Aleksandar Vučić führten zunächst Gespräche. Anschließend nahmen sie an einem Wirtschaftsforum teil, das mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter von Regierung und Wirtschaft beider Staaten zusammenbrachte. Dort unterzeichneten sie weitere Wirtschaftsabkommen.

„Serbien und Usbekistan sind zwei Länder, die Tausende Kilometer voneinander entfernt liegen, aber im Geiste einander nah sind. Wir teilen eine große Wertschätzung für Gastfreundschaft, Ehre und gegenseitigen Respekt. Heute schreiben wir ein neues Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte“, sagte Vučić.

Mirsijojew sprach von einer historischen Entscheidung für eine strategische Partnerschaft.

„Wir haben heute eine historische Entscheidung getroffen und eine strategische Partnerschaft zwischen Serbien und Usbekistan begründet. Das zeigt noch einmal, dass dies ein historischer Besuch ist und dass wir eine wirklich wegweisende Entscheidung getroffen haben“, sagte Mirsijojew.

Handel und Investitionen wachsen

Nach Angaben der serbischen Handelskammer erreichte der bilaterale Handel im vergangenen Jahr mit 41,9 Millionen Dollar einen Rekordwert. Das waren 27 Prozent mehr als die 32,9 Millionen Dollar im Jahr 2024.

Die serbischen Ausfuhren von Agrar- und Lebensmitteln nach Usbekistan stiegen in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 um 54,1 Prozent.

Beide Regierungen bereiten nun Verhandlungen über ein bilaterales Freihandelsabkommen vor. Dafür haben sie bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des serbisch-usbekischen Wirtschaftsforums
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des serbisch-usbekischen Wirtschaftsforums Uzbekistan's Center for the Production of Content for Mass Media

Die 20 unterzeichneten Dokumente betreffen den internationalen Straßen- und Schienenverkehr, Landwirtschaft und Wasserwirtschaft sowie erneuerbare Energien. Vereinbart wurden zudem Kooperationen in den Bereichen Pharma und Biotechnologie, Tourismus, Kultur, IT und Digitalisierung, Arbeitsmigration, Arbeitsschutz und Umweltschutz. Weitere Abkommen betreffen den Filmbereich, gemeinsame Filmproduktionen und Unterstützung für Menschen mit Behinderungen.

Vučić erklärte, eine direkte Flugverbindung zwischen Belgrad und Taschkent könne in sieben bis acht Monaten starten.

Beide Länder einigten sich außerdem auf einen Aktionsplan für die industrielle Zusammenarbeit in den Jahren 2026 bis 2028.

Verkehr und Mittlerer Korridor

Da eine bessere Verkehrsanbindung für beide Staaten hohe Priorität hat, unterzeichneten Serbien und Usbekistan Vereinbarungen zur Unterstützung des sogenannten Mittleren Korridors. Diese transkaspische Handelsroute verbindet Zentralasien über das Kaspische Meer, Aserbaidschan, Georgien und die Türkei mit Europa.

Seit Russlands Krieg gegen die Ukraine die nördliche Landroute über russisches Territorium beeinträchtigt hat, gewinnt dieser Korridor strategisch an Bedeutung.

Vučić verlieh Mirsijojew die höchste staatliche Auszeichnung Serbiens, den Orden der Republik Serbien mit Großkollane. Anschließend nahmen beide Präsidenten an einer Zeremonie teil, bei der eine Straße in Belgrad nach Taschkent benannt wurde.

Der usbekische Präsident Schawkat Mirsijojew spricht nach der Verleihung der höchsten serbischen Auszeichnung mit Großkollane
Der usbekische Präsident Schawkat Mirsijojew spricht nach der Verleihung der höchsten serbischen Auszeichnung mit Großkollane Uzbekistan's Center for the Production of Content for Mass Media

Parallel dazu schlossen die usbekische Region Samarkand und die serbische Autonome Provinz Woiwodina eine Partnerschaft. Serbien bereitet zudem die Eröffnung einer Botschaft in Taschkent vor.

Dem Besuch ging Vučićs Reise nach Usbekistan im Oktober 2025 voraus. Usbekistan wird sich 2027 in Belgrad mit einem eigenen nationalen Pavillon an der Expo beteiligen.

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