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Streit um mögliche Russland-Rückkehr zum ESC: "Beleidigung europäischer Werte"

Demonstranten protestieren gegen Israel vor dem großen Finale des 70. Eurovision Song Contest in Wien, Österreich, Samstag, 16. Mai 2026. (AP Photo/Martin Meissner)
Demonstranten protestieren gegen Israel vor dem großen Finale des 70. Eurovision Song Contest in Wien, Österreich, Samstag, 16. Mai 2026. (AP Photo/Martin Meissner) Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Christina Thykjaer
Zuerst veröffentlicht am
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Der Präsident der spanischen Rundfunkanstalt RTVE hat den Direktor des europäischen Musikfestivals scharf kritisiert, nachdem er inmitten der Kontroverse über die Abwesenheit von Spanien und anderen Ländern bei der Ausgabe 2026 die mögliche Rückkehr Russlands angesprochen hatte.

Die Spannungen zwischen dem spanischen öffentlich-rechtlichen Sender RTVE und der Organisation des Eurovision Song Contest haben sich am Samstag weiter verschärft. Auslöser waren Aussagen von ESC-Direktor Martin Green über eine mögliche Rückkehr Russlands zum Wettbewerb.

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RTVE-Präsident José Pablo López bezeichnete Greens Äußerungen als "eklatante Beleidigung europäischer Werte".

Die Kontroverse entstand wenige Stunden vor dem Finale des Eurovision Song Contest 2026 in Wien. Green hatte erklärt, eine künftige Rückkehr Russlands zum Wettbewerb könne grundsätzlich wieder diskutiert werden - trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

RTVE wertete die Aussagen als Widerspruch zum Ausschluss Russlands nach Kriegsbeginn und sprach von einer "Doppelmoral" der Europäischen Rundfunkunion (EBU).

José Pablo López reagierte in sozialen Netzwerken scharf auf die Aussagen. Er erklärte, eine mögliche Rückkehr Russlands würde lediglich dazu dienen, die jüngsten Entscheidungen der EBU nachträglich zu rechtfertigen. Gleichzeitig forderte er die Rundfunkunion auf, sich offiziell von Greens Aussagen zu distanzieren.

Zudem warnte López, solche Positionierungen beschädigten das Image des Wettbewerbs und erschwerten eine Rückkehr Spaniens zum ESC.

Spanien hatte sich in diesem Jahr entschieden, weder am Eurovision Song Contest teilzunehmen noch das Finale bei RTVE zu übertragen. Die Entscheidung wurde von der Regierung unter Pedro Sánchez unterstützt und mit Protest gegen die fortgesetzte Teilnahme Israels am Wettbewerb begründet.

Auch Irland, Island, die Niederlande und Slowenien verzichteten auf eine Teilnahme am ESC 2026.

Der Rückzug mehrerer Länder hat die Debatte über die zunehmende Politisierung des Wettbewerbs weiter angeheizt. Diskutiert wird unter anderem über die Rolle des Televotings sowie über die Kriterien der EBU für Zulassung und Ausschluss von Teilnehmerstaaten.

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