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Michael Bay dreht Iran-Film über Trumps Operation Epic Fury

Michael Bay dreht Iran-Film über Donald Trumps Operation Epic Fury
Michael Bay dreht Iran-Film über Donald Trumps Operation „Epic Fury“ Copyright  AP Photo - Canva
Copyright AP Photo - Canva
Von David Mouriquand
Zuerst veröffentlicht am
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Der Film stützt sich auf ein neues Buch von Journalist Mitchell Zuckoff über die Rettung zweier abgeschossener US-Piloten im Iran – und wirkt schon jetzt wie ein fatales Projekt.

Michael Bay, der Regisseur von Pearl Harbor, Pain & Gain und den Transformers-Filmen, soll einen Film über die Operation Epic Fury drehen.

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Universal Pictures plant einen Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht: der Rettungsaktion „April“, bei der zwei abgeschossene US-Piloten im Iran befreit wurden. Ihre F-15E Strike Eagle wurde abgeschossen, als die USA das Land angriffen.

Die Nachricht meldete Deadline (Quelle auf Englisch). Dem Portal zufolge will Bay den außergewöhnlichen Mut der beiden US-Flieger hinter den feindlichen Linien nachzeichnen.

Als Vorlage dient das noch unveröffentlichte Buch des Journalisten Mitchell Zuckoff über die Rettungsmission, das 2027 bei Harper Collins erscheinen soll. Für Bay ist es die zweite Zusammenarbeit mit Zuckoff nach „13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi“ aus dem Jahr 2016. Der Film begleitete Mitglieder des Annex Security Teams, die den US-Diplomatensitz in Libyen gegen mehrere Wellen von Angriffen durch Milizen verteidigten.

Michael Bay am Set von „Transformers: Ära des Untergangs“
Michael Bay am Set von „Transformers: Ära des Untergangs“ H 2013 - Paramount Pictures

An diesem Projekt gibt es einiges zu diskutieren – vom fragwürdigen Zeitpunkt bis zur Tatsache, dass die Rettung der Piloten Teil von Donald Trumps extrem unpopulärem, verfassungswidrigem und noch immer andauerndem Krieg gegen den Iran war.

Die Regierung Trump versucht seit Langem, eine Zustimmung des Kongresses zu Operation Epic Fury zu umgehen. Im vergangenen Monat legte das Pentagon weitere Details von Trumps Verteidigungsetat für das Haushaltsjahr 2027 vor, der sich auf 1,5 Billionen Dollar belaufen soll. Gleichzeitig kämpfen viele Amerikaner darum, über die Runden zu kommen, und die Spritpreise klettern weiter in die Höhe.

Und dann ist da noch Michael Bay, der bei dem Projekt Regie führen soll ...

Naturgemäß sollte man offen bleiben und das Endergebnis abwarten. Doch blickt man auf Bays kitschige, bombastische und militärfreundliche Filmografie, liegt der Verdacht nahe, dass hier tumbe, flaggenschwenkende US-Propaganda unterster Schublade herauskommt.

Man denke nur an den Slogan auf dem Plakat zu „13 Hours“: „Als alles schiefging, hatten sechs Männer den Mut, das Richtige zu tun.“ Das lässt erahnen, welche patriotische Bayhem dem Publikum diesmal vermutlich serviert wird – ohne ernsthafte Auseinandersetzung mit der Frage, warum die Piloten überhaupt dorthin geschickt wurden.

Das wird sich zeigen. Überstilisierten Explosionen dürfte es immerhin nicht mangeln – und zwar reichlich.

Ein Starttermin für Bays neuen Film steht noch nicht fest.

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