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18 antike Gräber in Ägypten entdeckt: Gold im Mund der Toten gibt Rätsel auf

Sieben der ausgegrabenen Gräber in Marina el-Alamein in Ägypten (4. Juli 2026)
Sieben der freigelegten Gräber in Marina el-Alamein, Ägypten (4. Juli 2026) Copyright  Ministery of Tourism and Antiquities via AP/Ministery of Tourism and Antiquities via AP
Copyright Ministery of Tourism and Antiquities via AP/Ministery of Tourism and Antiquities via AP
Von Gabriele Barbati mit Agenzia Giornalistica Italia (AGI)
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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An der Küste von Marina El Alamein haben Archäologen 18 Gräber aus römischer und ptolemäischer Zeit freigelegt. Die Funde geben faszinierende Einblicke in eine antike Hafenstadt, ihre Bestattungsrituale und einen magischen Brauch.

Die Geschichte des Alten Ägypten ist um weitere wichtige Puzzleteile reicher. An der Küste im Nordwesten des Landes, rund 300 Kilometer von der Hauptstadt Kairo entfernt, haben Archäologen 18 Gräber aus römischer und ptolemäischer Zeit freigelegt.

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Die Funde stammen aus dem Gebiet von Marina El Alamein, wo einst die blühende Stadt Leukaspis lag. Das ägyptische Ministerium für Tourismus und Altertümer gab die Entdeckung nun offiziell bekannt.

Mit dem neuen Fund steigt die Zahl der seit 1986 in dem Gebiet entdeckten Gräber auf insgesamt 44. In jenem Jahr war die Stätte erstmals bekannt geworden.

Konkret identifizierten die Archäologen elf unterirdische Grabanlagen, die direkt in den Fels gehauen wurden, sowie sieben oberirdische Strukturen aus Kalksteinblöcken. Einige davon sind vollständig erhalten und waren noch durch ihre ursprünglichen Abdeckungen geschützt.

Kostbare Funde und das Ritual der "Goldenen Zunge"

Neben Mauerresten brachten die Ausgrabungen eine umfangreiche Sammlung von Objekten zutage. Dazu gehören Öllampen, Amphoren, hervorragend erhaltene Keramikgefäße, Becken und kleine Steinaltäre. Zu den eindrucksvollsten Funden zählt ein rund zweieinhalb Meter langer Granitsarkophag, in dem sich noch menschliche Überreste befinden.

Besonders faszinierend ist der Einblick in die Bestattungsrituale jener Epoche. Die Archäologen entdeckten 24 dünne Goldbleche, die in den Mündern der Verstorbenen lagen.

Dabei handelt es sich um die alte Tradition der "Goldenen Zunge" – einen magisch-religiösen Brauch, der in der hellenistischen und römischen Epoche weit verbreitet war. Er sollte den Toten ermöglichen, mit den Gottheiten der Unterwelt zu sprechen. Von der starken Präsenz altägyptischer Glaubensvorstellungen zeugt außerdem ein goldenes Amulett in Form des Horusauges.

Der ägyptische Minister für Tourismus und Altertümer, Sherif Fathy, betonte, die Entdeckung bestätige die historische Bedeutung von Leukaspis, das bereits der Geograf Strabon erwähnte.

Die Stätte liegt rund 100 Kilometer von Alexandria entfernt und galt einst als strategischer Knotenpunkt für Handel und kulturellen Austausch zwischen Ägypten und dem übrigen Mittelmeerraum. Heute zählt sie zu den am besten erhaltenen Küstensiedlungen der klassischen Antike in Ägypten.

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