Das usbekische Zentrum für islamische Zivilisation, das täglich Tausende von Besuchern sowie internationale Delegationen empfängt, beleuchtet die historischen Beiträge der Region zur europäischen Mathematik, Astronomie und Medizin.
Das 2017 von Präsident Shavkat Mirziyoyev ins Leben gerufene Zentrum für islamische Zivilisation in Taschkent ist das weltweit größte dem muslimischen Kulturerbe gewidmete Museum.
Der Komplex beherbergt einen auf Hirschleder geschriebenen Koran aus dem 7. Jahrhundert sowie wissenschaftliche Einrichtungen, die in Zusammenarbeit mit der UNESCO und der Universität Oxford betrieben werden. Das Zentrum dient nicht nur der Präsentation historischer Schätze, sondern fungiert auch als aktiver diplomatischer Treffpunkt, der das interkulturelle Verständnis vertiefen soll. Vor kurzem war es Gastgeber eines bedeutenden internationalen Forums, an dem über 400 Wissenschaftler teilnahmen, und ermöglichte die Rückgabe von neun aus London entwendeten Kunstgegenständen aus der Kushan- und Sogdier-Zeit.
Da 60 % der Bevölkerung Usbekistans unter 35 Jahre alt sind, wollen die Verantwortlichen die jüngeren Generationen direkt mit den wegweisenden Beiträgen Zentralasiens zur globalen Wissenschaft in Verbindung bringen.