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Frecciarossa in Deutschland: Tests für Zugverbindungen Rom/Mailand-München starten

Der italienische Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa im Bahnhof Kinding während einer Testfahrt, Mittwoch, 2. September 2026. Foto: Daniel Karmann/dpa/AP
Der italienische Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa steht im Bahnhof Kinding bei einer Testfahrt am Mittwoch, dem zweiten September 2026. (D. Karmann/dpa/AP) Copyright  Daniel Karmann/dpa via AP
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Von Lisa Duso
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Frecciarossa-Testfahrten in Deutschland und Österreich ebnen den Weg für die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke Rom–Mailand–München. Die ersten Verbindungen sind für den Sommer 2027 angekündigt.

Von Rom nach München im Frecciarossa, über Innsbruck. Die italienische Staatsbahn Ferrovie dello Stato (FS) hat in Deutschland und Österreich Testfahrten mit Frecciarossa-Hochgeschwindigkeitszügen von Trenitalia gestartet. Sie sind Teil der Phase der internationalen Zulassung.

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Die FS-Gruppe hat angekündigt, dass die neuen Verbindungen zwischen Mailand und München sowie zwischen Rom und München im Sommer 2027 starten sollen, „nach Abschluss des Zulassungsverfahrens der neuen Züge mit positivem Ergebnis“.

Nach Frankreich und Spanien nimmt die italienische Bahn nun auch das Zentrum Europas ins Visier. Bis 2029 will sie ihre Hochgeschwindigkeitsverbindungen durch den Kanaltunnel bis ins Vereinigte Königreich ausdehnen. Die Initiative entsteht in Kooperation mit den Staatsbahnen Deutsche Bahn und ÖBB.

Die Eröffnung des Brennerbasistunnels verkürzt die Fahrzeit um rund einer Stunde. Ab Dezember 2028 soll das vollständige Angebot aus zehn Verbindungen zwischen Italien und Deutschland bestehen. Die Züge verbinden Mailand und Rom mit München und werden bis Neapel und Berlin durchgebunden.

Neue Strecken: Diese Halte sind geplant

Das kommerzielle Angebot sieht zunächst vier Verbindungen auf den Relationen Mailand–München und Rom–München vor.

Für die Verbindung Mailand–München mit einer Fahrzeit von rund sechseinhalb Stunden sind wichtige Zwischenhalte in Brescia, Verona, Rovereto, Trient, Bozen und Innsbruck vorgesehen.

Die Verbindung Rom–München mit einer Fahrzeit von rund achteinhalb Stunden hält in Florenz, Bologna, Verona, Rovereto, Trient, Bozen und Innsbruck.

Auf dem Weg zur neuen „Metropolitana d’Europa“

„Der Start der Testfahrten in Deutschland und Österreich ist ein wichtiger Schritt hin zu einem Projekt, das unseren Anspruch bestätigt, den Zug zum Referenzverkehrsmittel für die Mobilität in Europa zu machen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende und Generaldirektor von Ferrovie, Gianpiero Strisciuglio.

„Dank der Zusammenarbeit mit Deutsche Bahn und ÖBB kommen wir der Verwirklichung einer Hochgeschwindigkeits-‚Metropolitana d’Europa‘ näher und bieten den Fahrgästen einen Service, der Regionen, Menschen und Volkswirtschaften einander näherbringt“, so Strisciuglio weiter.

Der Bahnchef betonte, der Frecciarossa setze damit seinen internationalen Wachstumskurs fort. He trage die technologische und industrielle Spitzenleistung des FS-Konzerns ins Ausland und unterstütze den Aufbau eines immer stärker integrierten europäischen Schienennetzes.

Auch der Minister für Infrastruktur und Verkehr, Matteo Salvini, zeigte sich mit dem erreichten Etappenziel zufrieden. Es handle sich um „ein neues Puzzlestück, das das Wachstum des FS-Konzerns und seine Fähigkeit bestätige, neue Märkte im Ausland zu erobern, bei zugleich besseren Dienstleistungen und Infrastrukturen in Italien. Mehr Arbeit, mehr Verbindungen, mehr Italien in Europa“.

Die Vereinbarung zwischen Trenitalia und Deutscher Bahn ermöglicht auch den Austausch technischer Kompetenzen, damit sich die Züge an unterschiedliche Stromversorgungssysteme und Signalsysteme anpassen können. Das beschleunigt die nötigen technischen Prozesse und hilft, die Kosten zu begrenzen. Parallel zur Entwicklung der Prototypen laufen Schulungsprogramme für Lokführerinnen und Lokführer in Deutschland und Österreich.

Der Frecciarossa erfüllt die europäischen technischen Spezifikationen zur Interoperabilität. Er wurde so konstruiert, dass er in Italien und auf den europäischen Bahnnetzen in Frankreich, Deutschland, Spanien, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Belgien verkehren kann.

Die neue Verbindung wird sich auch auf die Bahnverbindungen mit anderen Ländern auswirken, indem sie zusätzliche Nachfrage für Ziele wie Frankfurt am Main und Krakau erschließt.

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