Archäologen sind sich einig: Das zentrale Motiv des Werks zeigt Dionysos und Ariadne, deren Verbindung zu den bekanntesten griechischen Mythen zählt.
Archäologinnen und Archäologen in Pompeji haben die teilweise rekonstruierte, mit Fresken verzierte Decke eines Festsaals präsentiert. Sie zeigt Szenen aus der griechischen Mythologie.
Der Archäologische Park Pompeji teilte am Freitag mit, dass das Team eine innovative Technik zur Rekonstruktion der Decke eingesetzt hat. Sie gehörte wohl zu einem Festsaal im Obergeschoss eines Wohnhauses mit angeschlossener Bäckerei.
Fachleute entwickelten dafür eine geschwungene Trägerstruktur. Darauf ordneten sie die Fragmente so an, dass die ursprüngliche Form des Gewölbes wieder entsteht.
Nach Angaben des Parks ist inzwischen mehr als ein Viertel der ursprünglichen Decke wiederhergestellt. Das System lässt sich erweitern, sodass weitere Teile ergänzt werden können, sobald zusätzliche Freskenfragmente freigelegt und restauriert sind.
Das gebogene Gewölbe wurde am Donnerstag zum Abschluss eines internationalen Workshops über neue Funde und Restaurierungsarbeiten in Pompeji vorgestellt.
„Italien nimmt bei der archäologischen Restaurierung weltweit eine Spitzenposition ein. Pompeji spielt mit seinem Team von Restauratorinnen und Restauratoren dabei eine zentrale Rolle“, sagte der Leiter der Ausgrabungen in Pompeji, Gabriel Zuchtriegel, der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.
„Deshalb freuen wir uns, die Ergebnisse unserer Konservierungsprojekte mit der Welt zu teilen. Sie eröffnen auch neue Möglichkeiten für Forschung und Austausch.“
Das Projekt gehört zum Programm 2026 des Archäologischen Parks Pompeji, das dem Gott Dionysos gewidmet ist. Es knüpft an jüngste Funde im Haus des Thiasos in Regio IX an. Dort haben Archäologinnen und Archäologen eine der bedeutendsten großformatigen Fresken der Fundstätte freigelegt, die eine dem griechischen Gott Dionysos gewidmete Prozession zeigt.
Im vergangenen Juni entdeckten Archäologinnen und Archäologen das Skelett eines pferdeartigen Tiers bei Ausgrabungen im Bäckereibereich des Komplexes Haus der keuschen Liebenden in Pompeji.
Pompeji war einst eine lebendige römische Stadt. Nach dem Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 n. Chr. lag der Ort unter einer meterhohen Ascheschicht begraben.
Heute gehört die UNESCO-Welterbestätte zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Italiens.