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Großbritannien beschließt wegweisendes Anti-Tabak-Gesetz für rauchfreie Generation

Läden dürfen Tabakwaren bald nicht mehr an Menschen verkaufen, die am oder nach dem ersten Januar zweitausendneun geboren sind.
Geschäfte dürfen Tabakwaren bald nicht mehr an Menschen verkaufen, die am oder nach dem ersten Januar 2009 geboren sind. Copyright  Canva
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Von Roselyne Min
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Künftig dürfen Geschäfte Tabakwaren nicht mehr an Personen verkaufen, die am oder nach dem ersten Januar 2009 geboren sind.

Das Vereinigte Königreich hat ein Anti-Tabak-Gesetz beschlossen. Es schränkt den Verkauf von Tabakprodukten dauerhaft für alle Menschen ein, die am oder nach dem ersten Januar zweitausendneun geboren sind.

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Für sie gilt lebenslang ein Kaufverbot für Zigaretten, E-Zigaretten und erhitzte Tabakprodukte.

Die Regelung hebt das Mindestalter für den Kauf jedes Jahr um ein Jahr an. Jüngere Jahrgänge bleiben damit dauerhaft ausgeschlossen.

Die britische Regierung bezeichnete dies als „Meilenstein“ auf dem Weg zu einer rauchfreien Generation. Das Gesetz enthält mehrere Maßnahmen. So verbietet es unter anderem das Dampfen in Autos mit Kindern, auf Spielplätzen und vor Schulen, um junge Menschen vor Passivrauchen und Passivdampfen zu schützen.

Die Regierung in London hatte den Anti-Tabak-Gesetzentwurf im vergangenen Jahr vorgelegt, um den „Teufelskreis der Abhängigkeit“ zu durchbrechen.

Die Regelung könnte langfristig große Gesundheitsgewinne bringen, mit Zehntausenden zusätzlicher gesunder Lebensjahre, laut einer Studie der Universität Nottingham (Quelle auf Englisch).

Bis 2075 könnte die Regelung im Vergleich zu einem Szenario ohne neues Gesetz rund 88.000 zusätzliche gesunde Lebensjahre bringen, erklärten die Autorinnen und Autoren der Studie. Außerdem könnte der Anteil der Raucherinnen und Raucher unter Zwölf- bis Dreißigjährigen bis Ende der vierziger Jahre auf unter fünf Prozent sinken, Jahrzehnte früher, als ohne das Gesetz zu erwarten wäre.

Rauchen gehört weltweit zu den häufigsten Ursachen für Tod und Behinderung. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sterben daran jedes Jahr mehr als sieben Millionen Menschen.

Europäische Regierungen haben in den vergangenen Jahren die Vorgaben für Tabak- und Nikotinprodukte verschärft. Ziel ist es, die Raucherquote bei jungen Menschen zu senken.

Belgien und Lettland haben im Januar 2025 den Verkauf von Einweg-E-Zigaretten verboten. Sie verweisen auf deren besondere Attraktivität für Jugendliche und die Belastung der Umwelt.

Auch Spanien und Frankreich haben im vergangenen Jahr neue Regeln eingeführt, die das Rauchen im Freien in öffentlichen Bereichen weiter einschränken.

Die EU-Kommission strebt bis 2040 eine „tabakfreie Generation“ an. Der Anteil der Rauchenden soll auf weniger als fünf Prozent sinken; derzeit liegt er bei rund fünfundzwanzig Prozent.

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