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Straße von Hormus: Iran greift griechischen Frachter an

Quelle: Seeverkehr
Quelle: Seeverkehr Copyright  Epaminondas
Copyright Epaminondas
Von Foteini Doulgkeri & Euronews
Zuerst veröffentlicht am
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Das in griechischem Besitz befindliche Schiff "Epaminondas" wurde wenige Stunden nach der Verlängerung der Waffenruhe von einem iranischen Kanonenboot in der Nähe der Straße von Hormus angegriffen. Berichten zufolge gab es Schäden, aber keine Verletzten.

Nur wenige Stunden nach der Ankündigung der Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran kam es im Persischen Golf zu einem schwerwiegenden Sicherheitsvorfall, als ein Frachtschiff in griechischem Besitz in der Nähe der Straße von Hormus angegriffen wurde.

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Nach Angaben einer regionalen Schifffahrtsbehörde wurde das unter liberianischer Flagge fahrende Frachtschiff "Epaminondas" von einem iranischen Kanonenboot beschossen, als es sich in internationalen Gewässern in der Nähe einer der wichtigsten Schifffahrtsstraßen der Welt befand. Der Vorfall ist Teil eines bereits angespannten Klimas in der Region, in der die Schifffahrt weiterhin besonders gefährdet ist.

Dieselben Quellen berichten, dass das Schiff vor dem Angriff von einem Schiff des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) genau überwacht wurde. Kurz darauf geriet es unter Beschuss, der erhebliche Schäden, vor allem an der Brücke des Schiffes, verursachte. Trotz der Schwere des Angriffs ist die Besatzung Berichten zufolge wohlauf, und es wurden bisher keine Brände oder Umweltschäden festgestellt.

Der Vorfall ereignete sich um 03:55 Uhr morgens etwa 15 Seemeilen vor der Küste Omans, wobei die Umstände noch unklar sind. Die mit Containern beladene Epaminondas wurde erheblich beschädigt, drohte aber nach ersten Einschätzungen nicht unmittelbar zu sinken.

Quelle: Marine Traffic
Quelle. H τελευταία θέση που δείχνει στο χάρτη το Marine Traffic για το πλοίο

Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim behauptete, das Schiff habe "Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert" und sei dann unter Beschuss geraten, was "schwere Schäden" verursacht habe. In anderen Berichten wird diese Version jedoch bestritten und behauptet, dass es vor dem Vorfall keine Mitteilung oder Warnung gegeben habe.

Gleichzeitig wird die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass das Schiff die Erlaubnis zur Durchfahrt durch die Straße von Hormus erhalten hatte, wobei die Behörden die Echtheit der Nachricht untersuchen. Das Szenario eines Betrugs oder einer Fehlinformation, das zu einer Fehleinschätzung der Situation durch die Besatzung geführt haben könnte, kann nicht ausgeschlossen werden.

Der Angriff erfolgt zu einem besonders heiklen Zeitpunkt, da der Iran wiederholt davor gewarnt hat, die Straße von Hormus zu schließen, wenn die US-Marineblockade seiner Häfen nicht aufgehoben wird. Die Straße von Hormus ist ein wichtiger Knotenpunkt für den globalen Energiemarkt, da rund 20 % der internationalen Ölexporte durch sie fließen.

Der Vorfall dürfte die Besorgnis der internationalen Gemeinschaft weiter verstärken, sowohl was die Sicherheit der Schifffahrt als auch den Verlauf der diplomatischen Bemühungen in der Region betrifft. Die Entwicklungen werden genau beobachtet, da jede weitere Eskalation erhebliche geopolitische und wirtschaftliche Auswirkungen auf die ganze Welt haben könnte.

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