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UK beschließt historisches Anti-Tabak-Gesetz für rauchfreie Generation

Geschäfte dürfen Tabakwaren bald nicht mehr an Menschen verkaufen, die am oder nach dem ersten Januar 2009 geboren sind.
Bald dürfen Geschäfte keine Tabakwaren mehr an Menschen verkaufen, die am oder nach dem ersten Januar zweitausendneun geboren wurden. Copyright  Canva
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Von Roselyne Min
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Geschäfte dürfen Zigaretten und andere Tabakwaren bald nicht mehr an Menschen verkaufen, die ab dem Jahr 2008 geboren sind.

Das Vereinigte Königreich hat ein Anti-Tabak-Gesetz verabschiedet, das den Verkauf von Tabakprodukten dauerhaft einschränkt: Wer ab 2008 geboren ist, soll nie Zigaretten kaufen dürfen.

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Für diese Jahrgänge gilt ein lebenslanges Kaufverbot für Zigaretten, E-Zigaretten und erhitzte Tabakprodukte.

Das Gesetz hebt das Mindestalter für den Tabakverkauf jedes Jahr um ein Jahr an. So schließt es jede nachrückende Altersgruppe dauerhaft aus.

Die Regierung in London spricht von einem „Meilenstein“ auf dem Weg zu einer rauchfreien Generation. Das Paket umfasst mehrere Maßnahmen, etwa ein Verbot des Dampfens in Autos mit Kindern, auf Spielplätzen und vor Schulen. So sollen Kinder und Jugendliche besser vor Passivrauchen und Passivdampfen geschützt werden.

Die britische Regierung hatte den Anti-Tabak-Gesetzentwurf im vergangenen Jahr vorgelegt, um den „Teufelskreis der Abhängigkeit“ zu durchbrechen.

Die Regelung könnte langfristig deutliche Gesundheitsgewinne bringen – mit zehntausenden zusätzlichen gesunden Lebensjahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Nottingham (Quelle auf Englisch).

Bis 2075 könnte das Gesetz rund 88.000 zusätzliche gesunde Lebensjahre bringen, verglichen mit einem Szenario ohne neue Regeln, so die Autorinnen und Autoren der Studie. Der Anteil der Raucherinnen und Raucher unter Zwölf- bis 30-Jährigen könnte demnach bereits Ende der 2040er Jahre auf unter fünf Prozent sinken – Jahrzehnte früher, als ohne die Reform erwartet würde.

Rauchen gehört weltweit zu den häufigsten Ursachen für Tod und Behinderung und ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr für mehr als sieben Millionen Todesfälle verantwortlich.

Europäische Regierungen haben die Regeln für Tabak- und Nikotinprodukte in den vergangenen Jahren verschärft. Ziel ist es, die Raucherquote unter jungen Menschen zu senken.

Belgien und Lettland haben im Januar 2025 den Verkauf von Einweg-E-Zigaretten verboten. Sie verweisen auf deren besondere Attraktivität für junge Leute und auf die Umweltbelastung.

In Spanien und Frankreich traten im vergangenen Jahr zudem neue Regeln in Kraft, die das Rauchen im Freien an öffentlichen Orten weiter einschränken.

Die Europäische Kommission verfolgt das Ziel einer „tabakfreien Generation“ bis 2040. Der Anteil der Rauchenden in der EU soll auf unter fünf Prozent sinken; derzeit liegt er bei rund 25 Prozent.

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