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Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Evakuierung in den Niederlanden geplant

Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius liegt in einem Hafen in Praia vor Anker, 4. Mai 2026
Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius liegt in einem Hafen in Praia vor Anker, 4. Mai 2026 Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Seit Samstag steht das Schiff im Zentrum internationaler Gesundheitsbehörden, nachdem bekannt geworden war, dass die seltene Krankheit vermutlich für den Tod von drei Passagieren verantwortlich ist.

Zwei Personen, die auf einem Kreuzfahrtschiff erkrankt sind, auf dem ein Hantavirus-Ausbruch festgestellt wurde, werden in die Niederlande ausgeflogen. Das teilte die niederländische Reederei des Schiffs am Dienstag mit. Wann die Evakuierung stattfinden soll, ist noch offen.

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"Die medizinische Evakuierung von zwei Personen, die derzeit dringend behandelt werden müssen, sowie der Person, die Kontakt zu dem am 2. Mai verstorbenen Gast hatte, erfolgt mit zwei Spezialflugzeugen, die derzeit auf dem Weg nach Kap Verde sind", erklärte Oceanwide Expeditions.

Die Betroffenen sollen in die Niederlande gebracht werden. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch keinen genauen Zeitplan nennen", hieß es weiter. Sobald die evakuierten Passagiere in den Niederlanden angekommen sind, soll die MV Hondius Kurs auf die Kanarischen Inseln nehmen – entweder nach Gran Canaria oder Teneriffa. Die Überfahrt dürfte rund drei Tage dauern.

Das Schiff steht seit Samstag im Zentrum internationaler Gesundheitsbehörden, nachdem bekannt geworden war, dass die seltene Krankheit vermutlich für den Tod von drei Passagieren verantwortlich ist.

Das Hantavirus wird in der Regel durch infizierte Nagetiere übertragen – etwa über Urin, Kot oder Speichel.

Medizinisches Personal verlässt die unter niederländischer Flagge fahrende MV Hondius vor Kap Verde, 4. Mai 2026
Medizinisches Personal verlässt die unter niederländischer Flagge fahrende MV Hondius vor Kap Verde, 4. Mai 2026 AP Photo

WHO-Einsatz

Unterdessen teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag mit, dass derzeit die Passagiere eines Flugs zwischen der Atlantikinsel St. Helena und Johannesburg kontaktiert werden. An Bord befand sich eine Person, die später auf der MV Hondius starb.

Nach Angaben der südafrikanischen Fluggesellschaft Airlink waren auf dem Flug vom 25. April insgesamt 82 Passagiere und sechs Crewmitglieder unterwegs. Unter ihnen war auch eine Niederländerin, deren Ehemann auf dem Kreuzfahrtschiff an dem Virus gestorben war. Ihr Gesundheitszustand habe sich "während des Flugs nach Johannesburg verschlechtert", erklärte die WHO.

Die Frau hatte das Schiff bereits am 24. April auf St. Helena verlassen, nachdem sie über "Magen-Darm-Symptome" geklagt hatte. Einen Tag später flog sie nach Johannesburg. Dort starb sie am 26. April nach ihrer Ankunft in der Notaufnahme eines Krankenhauses, teilte die WHO mit. Am 4. Mai fiel ihr Test auf das Hantavirus positiv aus.

"Die Nachverfolgung der Kontaktpersonen unter den Passagieren des Fluges wurde eingeleitet", erklärte die WHO weiter. Die Organisation hält es für möglich, dass das Hantavirus an Bord des Kreuzfahrtschiffs, das derzeit vor Kap Verde vor Anker liegt, von Mensch zu Mensch übertragen wurde. Neben dem niederländischen Ehepaar starb auch ein deutscher Passagier.

Bislang gibt es zwei bestätigte sowie fünf Verdachtsfälle. Die Behörden auf St. Helena, wo rund 4.400 Menschen leben, teilten mit, dass Passagiere der MV Hondius an Land gegangen seien. Mehrere Menschen auf der abgelegenen Insel im Südatlantik wurden vorsorglich aufgefordert, sich zu isolieren.

Ein Forscher und Doktorand bereitet Proben von inaktiviertem Material im Rahmen der Hantavirus-Forschung in Albuquerque vor, 4. Mai 2026
Ein Forscher und Doktorand bereitet Proben von inaktiviertem Material im Rahmen der Hantavirus-Forschung in Albuquerque vor, 4. Mai 2026 AP Photo

"Zwei Passagiere mit leichten Symptomen gingen an Land und hatten möglicherweise Kontakt zu Mitgliedern unserer lokalen Gemeinschaft", erklärte die Regierung des britischen Überseegebiets.

"Gleichzeitig gilt: Auch wenn das Virus schwere Krankheitsverläufe verursachen kann, wurde auf St. Helena bislang kein Fall festgestellt. Derzeit besteht kein Anlass zur Sorge auf der Insel." Nach Angaben der Regierung läuft inzwischen ein umfassendes, risikobasiertes Verfahren zur Kontaktverfolgung, um mögliche Kontaktpersonen zu identifizieren und zu informieren.

Weitere Quellen • AFP

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