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Spanien meldet 111 Fälle seltenen Krebses nach Brustimplantaten

ARCHIV: Ein Radiologe untersucht am 6. Mai 2010 in Los Angeles Mammografien mit einer Lupe auf Brustkrebs. (Foto: AP/Damian Dovarganes, Archiv)
ARCHIV: Ein Radiologe untersucht mit einer Lupe Mammografien auf Brustkrebs in Los Angeles am sechsten Mai 2010. (Foto: AP/Damian Dovarganes, Archiv) Copyright  AP Photo
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Von Christina Thykjaer
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Das Gesundheitsministerium meldet über 100 Fälle eines seltenen, mit Brustimplantaten verbundenen Krebses. Meist sind Frauen mit texturierten Prothesen betroffen.

Die spanische Arzneimittel- und Medizinprodukteagentur (Aemps) hat bis 2025 insgesamt 111 Fälle eines anaplastischen großzelligen Lymphoms im Zusammenhang mit Brustimplantaten (LACG) bestätigt, einer seltenen Krebsform im Zusammenhang mit Brustprothesen. Insgesamt hat die Behörde seit Beginn der Überwachung dieser Erkrankung im Jahr 2012 146 Verdachtsmeldungen erhalten.

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Die Zahlen stehen im sechsten Bericht zur Umsetzung des nationalen Protokolls zur Erkennung und Untersuchung dieser Lymphomart. Er beruht auf Meldungen im Überwachungssystem für Medizinprodukte. Die Aemps beobachtet diese Erkrankung seit Jahren gezielt und arbeitet dabei mit medizinischen Fachgesellschaften und europäischen Gesundheitsbehörden zusammen.

Madrid ist die Autonome Gemeinschaft mit den meisten Meldungen, gefolgt von Andalusien, Katalonien und der Region Valencia, wie aus dem von der Agentur veröffentlichten Bericht hervorgeht.

Seltene Krebserkrankung bei bestimmten Brustimplantaten

Das mit Brustimplantaten assoziierte LACG, international als BIA-ALCL bekannt, gehört zu den seltenen Non-Hodgkin-Lymphomen. Es entsteht nicht im Brustgewebe, sondern aus Zellen des Immunsystems, die sich in der Gewebekapsel um das Implantat entwickeln können.

Die Aemps betont, dass es sich um eine seltene Erkrankung handelt, und weist darauf hin, dass die Häufigkeit im Vergleich zur sehr hohen Zahl von Frauen mit Brustimplantaten weiterhin niedrig ist. Die Behörde unterstreicht jedoch, wie wichtig eine konsequente Überwachung und eine bessere Früherkennung sind.

Bisherige Untersuchungen sprechen für einen multifaktoriellen Ursprung der Erkrankung. Zu den analysierten Faktoren zählen die Art des Implantats, bestimmte genetische Veranlagungen sowie mögliche entzündliche Prozesse oder Verunreinigungen im Zusammenhang mit dem Implantat. Fachleute betonen jedoch, dass der genaue Mechanismus, der die Entwicklung des Lymphoms auslöst, noch nicht bekannt ist und sich bislang keine endgültige Kausalbeziehung nachweisen lässt.

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