US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. will mehr als 700 Millionen Dollar – etwa 610 Millionen Euro – in Hilfe gegen psychische Erkrankungen stecken, die Obdachlosigkeit in den USA befeuern.
Rund 96 Millionen Dollar (83,8 Mio. Euro) gehen in den nächsten vier Jahren an acht Kommunen. Damit sollen Angebote für wohnungslose Menschen gesichert werden, die unter Drogen- und Alkoholabhängigkeit oder schweren psychischen Erkrankungen leiden.
Nach Angaben des US-Gesundheitsministeriums setzt das Programm auf schnelle, umfassende und koordinierte Hilfe direkt auf der Straße. Es verknüpft Ansprache, Behandlung und Unterstützung bei der Wiedereingliederung und bringt Kommunen, Gesundheits- und Wohnungsanbieter, Strafverfolgungsbehörden und Gerichte an einen Tisch.
Die übrigen 612 Millionen Dollar (533,5 Mio. Euro) fließen in verschiedene Programme zur psychischen Gesundheit. Sie sollen den Zugang zu Behandlung bei psychischen Erkrankungen und Sucht ausbauen, die Telefon-Hotline „Suicide & Crisis Lifeline“ stärken, die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen unterstützen, Präventions- und Rehabilitationsangebote für suchtkranke Menschen verbessern und die psychische Unterstützung für Kinder, Jugendliche und indigene Gemeinschaften ausweiten.
„Diese Investitionen helfen, Menschen von der Straße in Behandlung und in die Genesung zu bringen. Sie stärken Familien, retten Leben und machen Gemeinschaften sicherer“, erklärte Kennedy in einer Pressemitteilung (Quelle auf Englisch).