Spanische Ermittler haben zwei internationale Schmugglerbanden zerschlagen und dabei 20 Millionen Zigaretten sowie 38,4 Tonnen Tabak sichergestellt.
Mehrere europäische Staaten haben gemeinsam mit dem Betrugsbekämpfungsamt der EU (OLAF) und Europol ein millionenschweres Netzwerk für illegale Zigarettenproduktion zerschlagen. Im Visier standen Gruppen, die mutmaßlich gefälschte Tabakprodukte im Wert von rund 10 Millionen Euro hergestellt, verteilt und geschmuggelt haben, teilte OLAF in einer Presseaussendung mit.
Die Einsatzkräfte durchsuchten im vergangenen Monat 23 Wohnungen, Geschäftsräume und Industriehallen in den spanischen Provinzen Alicante, Cuenca, Huelva, Murcia, Sevilla und Toledo.
Die Ermittler stellten außerdem 18 Fahrzeuge, Anlagen zur Tabakverarbeitung, verschlüsselte elektronische Geräte, 170.000 Euro in bar und mehrere Schusswaffen sicher. Insgesamt nahmen sie 50 Personen fest, darunter zwei Verdächtige, die inzwischen an die polnischen Behörden überstellt wurden.
An der Operation beteiligten sich die spanische Guardia Civil, das Zentralbüro für Ermittlungen in Polen, die portugiesische Nationalgarde, das Kriminalpolizeiamt Litauens, OLAF und Europol.
„Rauchen ist gefährlich“, sagte OLAF-Chef Petr Klement. „Gefälschte Zigaretten zu rauchen, ist noch schlimmer.“
„Neben den Gesundheitsrisiken entzieht jede illegale Zigarette den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern Geld und stärkt die organisierte Kriminalität“, fügte er hinzu.
OLAF erklärte, die Ermittlungen liefen weiter.