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Studie: Extreme Hitze lässt Klinikaufenthalte wegen psychischer Leiden bei Kindern steigen

ARCHIV: Eine Frau und ihre Kinder kommen während einer Hitzewelle am Lac d’Anse bei Lyon in Zentralfrankreich an.
ARCHIV: Eine Frau kommt mit ihren Kindern zum Lac d’Anse nahe Lyon in Zentralfrankreich während einer Hitzewelle an. Copyright  AP Photo/Laurent Cipriani
Copyright AP Photo/Laurent Cipriani
Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
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Der Klimawandel bringt häufiger extreme Hitzewellen; neue Studien zeigen: Steigende Temperaturen verschlechtern die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Bei Kindern und Jugendlichen nehmen Klinikaufnahmen wegen psychischer Erkrankungen in Hitzeperioden zu. Darauf weist eine neue Studie hin. Da die globalen Temperaturen immer schneller steigen, dürfte sich auch der gesundheitliche Einfluss der Hitze weiter verstärken, warnen die Autorinnen und Autoren.

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Große Hitze erhöht demnach das Risiko für verschiedene psychische Erkrankungen – von Substanzkonsum und Depressionen über Angststörungen und Zwangsstörungen bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten. Das zeigt eine Studie der Universität Sydney in Australien.

„Wetter, das heißer ist als üblich und durch den Klimawandel häufiger vorkommt, beeinträchtigt bereits die psychische Gesundheit einiger unserer besonders verletzlichen jungen Menschen“, erklärte Hauptautor Wen-Qiang He.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (Quelle auf Englisch) hat weltweit etwa jede siebte Person im Alter von zehn bis neunzehn Jahren eine psychische Störung. Sie steht für 15 Prozent der Krankheitslast in dieser Altersgruppe.

Diese Belastung dürfte sich durch den Klimawandel noch verschärfen, warnte Wen‑Qiang He. Psychische Gesundheit werde zu einem immer wichtigeren Faktor bei Klimaanpassung und in der öffentlichen Gesundheitsplanung, betonte er.

Für den Zeitraum 2090 bis 2099 rechnen die Forschenden mit einem Anstieg der hitzebedingten Klinikaufnahmen um 6,0 bis 7,7 Prozent, falls die Treibhausgasemissionen niedrig oder moderat ausfallen. Bei hohen Emissionen könnte der Zuwachs sogar 20,8 Prozent erreichen.

Für ihre Analyse werteten die Forschenden alle Klinikaufnahmen wegen psychischer Erkrankungen von Kindern bis zwölf Jahren und Jugendlichen von 13 bis 17 Jahren im Bundesstaat New South Wales aus – dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat Australiens. Der Zeitraum reicht von 2001 bis 2022.

Das Team stellte fest: An besonders heißen Tagen stiegen die Aufnahmen an, vor allem in der kalten Jahreszeit.

Warum die Zahl der Besuche in psychiatrischen Kliniken steigt, ist noch unklar. Unerwartete Temperaturwechsel könnten aber Stressreaktionen, Schlaf und Stimmung beeinflussen, vermuten die Forschenden.

Hitze und Psyche: Wie hohe Temperaturen belasten

Laut Studie erschweren hohe Temperaturen es dem Körper, seine Innentemperatur zu regulieren. Das wirkt sich auf die Zellfunktionen, Entzündungsprozesse, den Blutdruck und die Kühlung sowie Sauerstoffversorgung des Gehirns aus.

Hitze kann zudem psychischen Stress auslösen, den Schlaf stören und zu Gereiztheit, Aggressivität und Gewalt beitragen.

Erhöhte Temperaturen wirken sich auch indirekt auf die Gesundheit aus. Sie verschlechtern die Schlafqualität und schränken soziale Kontakte ein.

Da die Temperaturen durch den Klimawandel weiter steigen werden, fordern die Autorinnen und Autoren bessere Präventions- und Anpassungsstrategien. Sie sollen gezielt Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen schützen.

Dazu zählen klimatisierte Räume in Schulen, Gemeindezentren und Jugendeinrichtungen. Auch Stundenpläne sollen so angepasst werden, dass Aktivitäten im Freien in den heißesten Stunden reduziert werden. Außerdem empfehlen die Forschenden, psychische Gesundheit ausdrücklich in öffentliche Hitzewarnungen aufzunehmen.

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