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Deutschlands Super-U-Boot: Das kann die neue 212CD-Klasse

Kanadas Armee bekommt neue U-Boote aus Deutschland von TKMS
Kanadas Armee bekommt neue U-Boote aus Deutschland von TKMS Copyright  Screenshot TKMS
Copyright Screenshot TKMS
Von Kirsten Ripper
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die zwölf U-Boote der Klasse 212CD, die Kanada bei der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems TKMS bestellt hat, gelten als Vorreiter einer völlig neuen Generation. Was sind ihre Besonderheiten?

Kanada hat für seine Marine gerade zwölf U-Boote der Klasse 212CD in einem milliardenschweren Deal bei der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) bestellt.

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Präsentiert werden diese U-Boote als eine Weiterentwicklung des deutsch-italienischen 212A, doch tatsächlich handelt es sich bei dem deutsch-norwegischen Modell um U-Boote einer völlig neuen Bauart. Das Hauptmerkmal des 212CD liegt in seinem neuartiger Rumpf und seinen ultramodernen Kampfsystemen.

Das deutsche U-Boot "U31" der Klasser 212 A in der Ostsee, ein Vorgängermodell des neuen 212CD
Das deutsche U-Boot "U31" der Klasser 212 A in der Ostsee, ein Vorgängermodell des neuen 212CD HERIBERT PROEPPER/AP2005

Damit hat TKMS die Konkurrenz aus Südkorea ausgestochen, die bereits im Einsatz befindliche U-Boote vom Typ KSS-III Batch im Angebot hatte.

Ein U-Boot mit Tarnkappen-Eigenschaft

ThyssenKrupp Marine Systems betont besonders die Tarnkappeneigenschaften der Plattform, ihr ORCCA-Kampfsystem sowie ihre neuen Technologien zur Ortung und elektronischen Kriegsführung. TKMS sieht die Klasse 212CD als "Antwort auf die sich wandelnden maritimen Herausforderungen unserer Zeit" und dank seiner Interoperabilität als DAS neue U-Boot der NATO.

Das U-Boot hat eine Verdrängung von 2.500 Tonnen, es ist 73 Meter lang und etwa 10 Meter breit.

Im Vergleich zum Vorgänger-Modell hat es einen größeren Rumpf, der zur Verringerung der Signatur charakteristischerweise rautenförmig gestaltet ist. Das Antriebssystem kombiniert Dieselmotoren und luftunabhängige Technologie auf Basis von Wasserstoff-Brennstoffzellen als Energiequellen und gewährleistet so möglichst lange Tauchgänge, schreibt TKMS auf seiner Internetseite.

U-Boote der 206A-Klasse, "U 23", links, und der 212A-Klasse
U-Boote der 206A-Klasse, "U 23", links, und der 212A-Klasse AP Photo

Besonderheiten des neuen U-Bootes sind neben dem rautenförmigen Rumpf die schallabsorbierende Beschichtung, um Sonaren zu entgehen.

TKMS betont die Tarnkappeneigenschaften der Plattform, ihr ORCCA-Kampfsystem sowie ihre neuen Technologien zur Ortung und elektronischen Kriegsführung. Bewaffnet werden soll das 212CD mit Schwergewichts-Torpedos, Raketen und sogenannten "Torpedo counter measures".

Pistorius gab 2023 den Startschuss

Das CD im Namen steht für "commun design", da es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen und der norwegischen Marine handelt. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte zusammen mit seinem norwegischen Kollegen Bjørn Arild Gram im September 2023 in Kiel den Startschuss für den Bau eines U-Bootes der Klasse 212CD gegeben.

Die Verteidigungsminister Deutschlands und Norwegens, Boris Pistorius (2. von links) und Bjørn Arild Gram,gaben im September 2023 den Startschuss.
Die Verteidigungsminister Deutschlands und Norwegens, Boris Pistorius (2. von links) und Bjørn Arild Gram,gaben im September 2023 den Startschuss. BMVg

2024 hat das U-Boot seine kritische Entwurfsprüfung (CDR) abgeschlossen und ist in die Produktionsphase eingetreten. Norwegen und Deutschland positionierten es schon damals als das konventionelle U-Boot der neuen Generation der NATO.

Kann TKMS die geplanten Liefertermine einhalten?

Laut der US-amerikanischen Denkfabrik Stimson hängt die tatsächliche Umsetzung der Vorteile der U-Boote der Klasse 212CD jedoch von der Einhaltung der Liefertermine und dem Nachweis ihrer Leistungsfähigkeit ab. TKMS hatte die Auslieferung von vier U-Booten bis 2036 angekündigt, dann sollte Kanada also das erste Schiff der Serie erhalten.

Stimson warnt, dass Berichte über Betriebsversuche und Beschaffungsstudien zeigen, dass die ersten U-Boote einer Serie und neue, grundlegend veränderte Konfigurationen bei der Inbetriebnahme häufig mit Leistungsproblemen und erheblichen Mängeln konfrontiert sein könnten.

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