Der einzige bestätigt Infizierte in Spanien erholt sich gut und freut sich auf eine "normale Quarantäne". Für die 13 Kontaktpersonen wurden die Einschränkungen inzwischen gelockert.
Die 73-jährige Französin, die sich auf der Kreuzfahrt auf der MV Hondius mit dem Hantavirus angesteckt hatte, kämpft weiter auf der Intensivstation des Bichat-Krankenhauses in Paris um ihr Leben. Gleichzeitig gibt es positive Nachrichten aus Madrid: Der einzige bestätigt positive Patient in Spanien erholt sich weiter gut und hofft darauf, bald in eine "normale Quarantäne" wechseln zu können.
Das Madrider Krankenhaus Gómez Ulla hat alles dafür vorbereitet, dass die 13 als Hantavirus-Kontaktpersonen, die erneut negativ getestet wurden, in dieser Woche gestaffelt besucht werden können.
"Sie sind sehr zuversichtlich, haben große Erwartungen und freuen sich über die Nachricht des zweiten negativen Tests“, sagte José García, der Delegierte der Gewerkschaft Central Sindical Independiente y de Funcionarios (CSIF) am Krankenhaus Gómez Ulla, über die 13 Passagiere der MV Hondius, die gerade ihren neunten Tag der Quarantäne zählten.
Erlaubnis, die Zimmer zu verlassen
Die 13 Spanierinnen und Spanier, die sich wegen des Hantavirus an Bord der MV Hondius in Quarantäne befinden, dürfen seit diesem Dienstag ihre Einzelzimmer verlassen und sich in den Gemeinschaftsbereichen ihrer Etage aufhalten. Sie müssen dabei eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) und eine Maske tragen, wie es das von der Kommission für öffentliche Gesundheit festgelegte Protokoll in Spanien vorsieht, und können „gestaffelte und sichere“ Besuche empfangen.
García begrüßte, dass das neue negative Testergebnis bei den 13 Fällen zeige, dass „die Dinge richtig gemacht werden“, denn es habe keine Kreuzkontamination mit dem einzigen Infizierten gegeben.
Dem 70-jährige Mann, der seit Montag vergangener Woche in der Isolations- und Behandlungsstation für Hochrisikopatienten (Uatan) liegt, geht es offenbar besser. Bei diesem Patienten prüfe man "alle Möglichkeiten“. Besuche für ihn zu erlauben, werde jedoch schwierig sein. Er wünsche sich sehr, dass die Krankheit bald überstanden ist, um in einer "normalen Quarantäne" sein zu können, erklärte José García gegenüber den Medien.
Strikte Einhaltung der Protokolle
Mit Blick auf die Möglichkeit, dass die aufgenommenen Patienten ihre Quarantäne ab dem 28. Tag zu Hause fortsetzen können, mahnte der CSIF-Delegierte ein schrittweises Vorgehen an. Dies sei nur möglich, wenn die öffentliche Gesundheitsbehörde zu dem Schluss komme, dass "es kein Problem gibt“, sie nach Hause zu entlassen, und man werde sehr auf die Einhaltung der Protokolle achten.
Die Gewerkschaft begrüßte außerdem, dass das Krankenhaus Gómez Ulla nach dem Treffen der CSIF mit dem Ministerium für Öffentlichen Dienst die Verträge von 200 Beschäftigten verlängert hat, deren Vertrag in Kürze ausgelaufen wäre, und dass zusätzlich ein Verstärkungsteam von weiteren 70 Beschäftigten eingestellt wird.