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Studie: Können KI-Modelle Gefühle simulieren und Forschung zu psychischer Gesundheit ändern

KI-Sprachmodelle: Schlüssel zu neuen Therapien bei psychischen Erkrankungen
KI-Sprachmodelle: Schlüssel für neue Therapien in der psychischen Gesundheit Copyright  Cleared/Canva
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Von Marta Iraola Iribarren
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KI-Sprachmodelle können menschliche Gefühlszustände nachahmen und eröffnen laut einer neuen Studie neue Möglichkeiten für die psychische Gesundheitsforschung.

Psychische Erkrankungen nehmen weltweit zu und könnten bis 2050 rund 1,2 Milliarden Menschen betreffen. Fachleute versuchen deshalb, diese Störungen besser zu verstehen, ihnen vorzubeugen und neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

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Gesprächstherapien für psychische Erkrankungen lassen sich jedoch schwerer entwickeln als medikamentöse Behandlungen. Weder Studien mit Menschen noch Tierversuche bilden die ganze Komplexität der Störungen ab – das schafft praktische und ethische Probleme.

Ein Forschungsteam der Technischen Universität Dresden hat nun untersucht, ob sich große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) als Werkzeuge eignen, um psychische Störungen beim Menschen zu modellieren.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass große Sprachmodelle unter kontrollierten Bedingungen Muster menschlicher Gefühle und Denkprozesse nachbilden können“, sagt Magdalena Wekenborg, Leiterin der Forschungsgruppe PsychoDigital an der TU Dresden.

„Wir können diese Modelle nutzen, um zugrunde liegende Mechanismen besser zu verstehen und neue Ansätze zu testen – etwa in gesprächsbasierter Psychotherapie.“

LLMs: Können sie menschliche Gefühle nachbilden?

Einige psychische Erkrankungen lassen sich bereits in Mäusen und anderen Organismen nachstellen. Nach Angaben der Forschenden erfassen solche Modelle jedoch weder die ganze Komplexität noch die Subjektivität menschlichen Verhaltens.

Zugleich sehen sie in LLMs leistungsstarke Computersysteme, die bestimmte Aspekte menschlicher geistiger Leistungsfähigkeit nachahmen.

„In vielen überraschenden Bereichen wie Überzeugungskraft, emotionalem Verständnis und logischem Denken erreichen diese Modelle mittlerweile menschliches Niveau“, schreiben die Autorinnen und Autoren.

Im Experiment forderte das Team die LLMs dazu auf, Gefühle wie Angst, Sorge, Wut, Ekel, Traurigkeit und Stress zu imitieren. Anschließend nutzten sie die Modelle, um Aspekte psychischer Störungen zu untersuchen.

Danach prüften sie, ob sich diese Zustände mit verschiedenen Strategien zur Emotionsregulation wieder umkehren lassen.

Zum Schluss untersuchten sie, ob ein KI-Modell bei einem gezielt ausgelösten Gefühl ähnliche Fehler macht wie Menschen in derselben emotionalen Lage.

Das Team kam zu dem Ergebnis: Die Modelle besitzen zwar keine inneren Zustände wie Menschen, sie können über ihre Sprachverarbeitung aber bestimmte Denkweisen nachahmen.

Genau das ermöglicht Versuche, die sich an Menschen oder Tieren gar nicht oder nur unter ethisch fragwürdigen Bedingungen durchführen ließen.

Ein Vorteil solcher Experimente mit LLMs bestehe darin, dass Forschende sie unter identischen Bedingungen beliebig oft wiederholen und systematisch abwandeln können, erklärt Jakob N. Kather von der TU Dresden.

„So werden neue, datengetriebene Experimente in der psychologischen und biomedizinischen Forschung möglich, die es früher nicht gab“, sagt er

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