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Europa: Zwei Drittel der Kinder leiden unter extremen Temperaturen

Ein Junge jagt Tauben im Zentrum von Nikosia auf Zypern. Am Mittwoch, 22. Juli 2026, herrscht eine Hitzewelle.
Ein Junge jagt Tauben während einer Hitzewelle im Zentrum von Nikosia auf Zypern am Mittwoch, dem 22. Juli 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Giedre Peseckyte
Zuerst veröffentlicht am
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Nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 waren laut einer Kinderrechtsorganisation dreimal so viele Kinder extremer Hitze ausgesetzt wie im gesamten Jahr 2025.

Laut der Kinderrechtsorganisation Save the Children waren in den ersten sechseinhalb Monaten des Jahres 2026 zwei Drittel der Kinder in Westeuropa extremen Temperaturen ausgesetzt. Das ist drei Mal so viel wie im gesamten Jahr 2025 und mehr als in jedem anderen Jahr seit 2003.<\/p>

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„Beim Klimawandel und ganz konkret bei Hitzewellen und Waldbränden gilt: Alles, was alle Menschen trifft, trifft Kinder noch stärker“, sagte Matilde Angeltveit, Seniorberaterin und Leiterin der globalen Klimapolitik bei Save the Children, gegenüber Euronews. „Da sich die Klimakrise mit jedem Jahr verschärft, nehmen auch die Folgen für Kinder zu“, sagte sie.<\/p>

In Deutschland waren in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mehr Kinder extremer Hitze ausgesetzt als in den vergangenen fünf Jahren zusammen. Im Vereinigten Königreich traf extreme Hitze im selben Zeitraum laut der Organisation rund zehn Millionen Kinder – mehr als in irgendeinem einzelnen Jahr der vergangenen 30 Jahre.<\/p>Besonders gefährdet<\/h2>

Kinder sind gegenüber Hitze besonders anfällig. Ihr Körper befindet sich noch in der Entwicklung, und sie können ihre Temperatur schlechter regulieren. Dadurch steigt das Risiko für Elektrolytstörungen, Fieber, Atemwegserkrankungen und Nierenerkrankungen.<\/p>

„Besonders betroffen sind Kinder, die ohnehin unter schlechter Gesundheit, Armut oder anderen schwierigen Lebensumständen leiden“, sagte Angeltveit. Den Klimawandel nannte sie einen „Verstärker von Ungleichheit“.<\/p>

Die Hitze belastet auch die Bildung. Im Juni blieben in Frankreich und im Vereinigten Königreich Schulen geschlossen, um Kinder vor gefährlichen Temperaturen zu schützen.<\/p>

Für das gesamte Jahr erwartet die Organisation „noch drastischere“ Zahlen. Die bisherigen Daten umfassen auch die Winter- und Frühlingsmonate.<\/p>Klimaschutz beschleunigen<\/h2>

Um die Entwicklung zu stoppen, forderte Angeltveit Regierungen auf, schnell von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umzusteigen.<\/p>

„Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, um Klimaschutz schneller, dringlicher und entschlossener umzusetzen“, sagte sie. So ließe sich die Gefährdung von Kindern durch die Klimakrise deutlich verringern.<\/p>

Nach einem Bericht<\/a> von Save the Children und der Vrije Universiteit Brüssel aus dem vergangenen Jahr bliebe fast ein Drittel der im Jahr 2020 geborenen Kinder weltweit – rund 38 Millionen Mädchen und Jungen – ein Leben lang von „beispielloser“ Hitzeexposition verschont, wenn die Erde das 1,5-Grad-Ziel bis 2100 erreicht. Dieses Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen soll den globalen Temperaturanstieg begrenzen.<\/p>

„Ohne drastische Maßnahmen zur Emissionsminderung und zur Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau werden die Kinder in diesen Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen die gefährlichsten Folgen der Klimakrise tragen müssen“, heißt es in dem Bericht.<\/p>

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