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Eine Ära geht zu Ende: Barenboim tritt als Direktor der Deutschen Staatsoper Unter den Linden zurück

Barenboim dirigiert in der Deutschen Staatsoper Unter der Linden. Berlin, 29.9.2017
Barenboim dirigiert in der Deutschen Staatsoper Unter der Linden. Berlin, 29.9.2017 Copyright MICHAEL KAPPELER/AFP
Copyright MICHAEL KAPPELER/AFP
Von Andrea Büring
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Im November ist der weltberühmte Dirigent 80 Jahre alt geworden. Nun will Daniel Barenboim kürzer treten und mehr auf seine Gesundheit Rücksicht nehmen.

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Gemunkelt wurde schon länger über seinen Rücktritt. Jetzt er amtlich: Der argentinisch-israelische Dirigent Daniel Barenboim tritt Ende Januar von seiner Funktion als Direktor der Deutschen Staatsoper Unter den Linden zurück. Hintergrund seien gesundheitliche Probleme.

Der 80-Jährige war zuletzt wiederholt krank geschrieben. Das Dirigat des Rings gab er wenige Wochen vor der Premiere im September an seinen Kollegen Christian Thielemann ab. 

Barenboim dirigierte zuletzt das Neujahrskonzert in Berlin.

Der 80-Jährige blickt auf eine lange, erfolgreiche Karriere zurück. Er dirigierte dreimal das berühmte Neujahrskonzert im Wiener Musikverein - der Ritterschlag für inen Maestro. Neben musikalischen Erfolgen setzte er sich auch für Völkerverständigung ein: Das von ihm gegründete West-Eastern Divan Orchestra hat als Ziel die Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern. Dieses besteht zu gleichen Teilen aus israelischen und arabischen Musiker:innen.

Doch Barenboim ist auch umstritten. Sein Führungsstil wurde in der Vergangenheit wiederholt kritisiert. So sprachen mehrere ehemalige Mitarbeiter:innen der Staatsoper anonym von einer "Atmosphäre der Angst". Wie der ehemalige Solopauker berichtete, habe Barenboims "autoritärer" Führungsstil bei ihm Depressionen hervorgerufen. Die Deutsche Staatsoper widersprach den Vorwürfen. Problematisches Verhalten des Direktors, der Hochleistungen erbringe, sei der Hausleitung nicht bekannt.

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