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Audemars-Piguet-Chefin Ilaria Resta: Kreativität in Krisenzeiten neu entfachen

Genf: Audemars-Piguet-Chefin Illara Resta stellt Innovationspläne der Schweizer Marke an der Messe Watches and Wonders vor, 14. April 2026
Audemars-Piguet-Chefin Illara Resta stellt Innovationspläne der Schweizer Marke auf der Watches-and-Wonders-Messe in Genf am 14. April 2026 vor Copyright  Euronews
Copyright Euronews
Von Tokunbo Salako
Zuerst veröffentlicht am
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Luxusuhrenhersteller Audemars Piguet betritt bei seinem Debüt auf der Messe Watches and Wonders in Genf vertrautes Neuland. CEO Ilaria Resta will mit einem ambitionierten Projekt beeindrucken und eine bewährte Methode zur Schaffung von Meisterwerken neu beleben.

Ob im Guten oder im Schlechten: An ein erstes Mal erinnert man sich.

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Der Schritt ins Unbekannte macht oft Angst, eröffnet aber auch große Chancen, zu lernen und zu wachsen. Genau darauf setzt der Schweizer Luxusuhrenhersteller Audemars Piguet, der in diesem Jahr erstmals an der Messe Watches and Wonders teilnimmt.

Das Unternehmen stand in gewisser Weise vor einer klaren Weichenstellung. Die Branche leidet unter stark gestiegenen Preisen für Edelmetalle und einer allgemeinen Flaute bei Luxusgütern.

Von einer echten Erholung spricht zwar noch kaum jemand. Doch Audemars-Piguet-Chefin Ilaria Resta blickt ausgesprochen zuversichtlich in die Zukunft.

„Für uns ist das ein wichtiger Moment und ein Meilenstein. Wir haben im vergangenen Jahr das einhundertfünfzigjährige Jubiläum gefeiert. Jetzt wollen wir das nächste Kapitel der Geschichte von Audemars Piguet gemeinsam mit der übrigen Branche aufschlagen“, sagt Resta. „Wir sehen in dieser Plattform eine große Chance, uns mit anderen Akteuren zu vernetzen, voneinander zu lernen und diese wunderbare Uhrenindustrie zu feiern.“

Für mich ist es wichtig, mit der Vorstellung aufzuräumen, es gebe Uhren für Männer und Uhren für Frauen. Daran glaube ich nicht, denn so fragen weder Frauen noch Männer nach Uhren.
Ilaria Resta
CEO, Audemars Piguet

Audemars Piguet hat durchaus Gründe für gute Laune. Ein Teil des Auftritts bei Watches and Wonders ist das innovative „AP Lab“: ein aufwendig gestalteter Pop-up-Raum im Herzen von Genf, in dem Neugierige direkt von den Uhrmachern des Hauses lernen können.

„Das ist ein ganz besonderes Format: ein Ort der Begegnung mit unseren Uhrmachern, ein Lern- und Entdeckungsraum, der wirklich allen offensteht – der Öffentlichkeit, Kindern, Familien, allen, die etwas über Uhrmacherei erfahren möchten“, ergänzt Resta.

ARCHIV: Ilaria Resta bei der Night-of-Stars-Gala der Fashion Group International im Casa Cipriani in New York, Oktober 2022
ARCHIV: Ilaria Resta bei der Night-of-Stars-Gala der Fashion Group International im Casa Cipriani in New York, Oktober 2022 AP Photo/Evan Agostini/Invision

Frauen und Uhren

Resta hofft, dass die offene Tür auch mit dem Bild aufräumt, die Luxusuhrenbranche sei extrem konservativ, klar männerdominiert und in überholten Traditionen verfangen.

Sie selbst ist der Beweis, dass Frauen in der Branche zentrale Rollen einnehmen. Dieses Bild, sagt sie, ziehe sich durch alle Ebenen.

„Frauen arbeiten seit Jahrhunderten in der Uhrmacherei. Armbanduhren wurden für Frauen erfunden. Und wenn man auf die Prognosen für 2030 schaut, werden fünfundvierzig Prozent der Frauen mechanische Uhren kaufen.“

„Wir sehen, dass Frauen immer häufiger Uhren mit aufwendigen Komplikationen kaufen. Mir ist es wichtig, die Geschichte von Uhren für Männer und Uhren für Frauen zu durchbrechen. Daran glaube ich nicht, denn so äußern sich weder Frauen noch Männer. Die beiden Segmente vermischen sich, und die Menschen lieben heute einfach komplizierte Uhren.“

Blick in die Zukunft

Resta steckt mit ihrem Optimismus an, ihr Enthusiasmus wirkt fast wie Raketenantrieb.

Sie räumt ein, dass die Branche insgesamt zu kämpfen hat und verweist auf die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten. Gleichzeitig spürt sie innerhalb der Industrie wieder mehr Zusammenhalt.

„Es ist eine sehr lebendige Zeit für die Uhrmacherei, auch wenn es für die Branche insgesamt schwierig ist. Wir sehen viel Kreativität. Ich freue mich sehr, dass unser Stand direkt neben den unabhängigen Marken steht. Man spürt den Wunsch, die Grenzen des technisch Möglichen, aber auch der Gestaltung immer weiter zu verschieben.“

Watches and Wonders dient auch als Bühne für das jüngste Projekt von Audemars Piguet: das „Atelier d’Etablisseur“. Es ist eine Hommage an die überlieferten Handwerkstechniken des Hauses, die mit modernster Technologie verbunden werden, um neue Modelle mit neuen Materialien und in Zusammenarbeit mit neuen Kreativen zu entwickeln.

Einen Teil dieses Know-hows zeigt das Unternehmen am Wochenende, wenn Audemars Piguet drei neue Uhren vorstellt: die Etablisseur Galette, die Etablisseurs Nomade und die Etablissesur Peacock.

Mehr zu den Plänen von Audemars Piguet sehen Sie im vollständigen Gespräch mit Ilaria Resta im Hauptvideo.

Cutter • Joseph Allen

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