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„Das ist kein Patriotismus“: Empörung über Trumps Gesicht auf neuen Pässen

Kein Patriotismus: Empörung über Trumps Gesicht auf neuen Pässen
Kein Patriotismus: Empörung über Donald Trumps Porträt auf neuen Pässen Copyright  Screenshot X - The White House
Copyright Screenshot X - The White House
Von David Mouriquand
Zuerst veröffentlicht am
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Das US-Außenministerium arbeitet offenbar an einem radikalen Neudesign des Reisepasses mit einem Porträtfoto von Donald Trumps zweiter Amtseinführung. Der Plan stößt intern und öffentlich auf scharfe Kritik.

Patriotismus ist die Tugend der Bösartigen, meinte Oscar Wilde einmal.

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Es ist völlig in Ordnung, für die eigene Heimat einzustehen und stolz auf sie zu sein. Doch der Begriff „Patriot“ wurde immer wieder missbraucht und diente als Fahne, unter der man abscheuliche Gedanken, Aussagen und Taten rechtfertigte.

Ein aktuelles Beispiel: Donald Trump plant, sein Gesicht auf neue US-Pässe zu setzen.

Das US-Außenministerium arbeitet dem Vernehmen nach an einem „radikalen Redesign“ des Passes. Darauf soll ein Foto aus Trumps zweitem offiziellen Porträt zur Amtseinführung erscheinen.

Auch das Weiße Haus hat über die geplanten Pässe gepostet.

Die Bildunterschrift des Posts: „Patriot Passport unlocked“.

Daneben ein waschechter Weißkopfseeadler-Emoji. Natürlich.

Ein Mitarbeiter des US-Außenministeriums sagte laut CNN, der Pass mit Trumps Porträt werde, sobald er erhältlich ist, der Standardpass der Passbehörde in Washington sein, für alle, die ihren Pass persönlich verlängern.

Er ergänzte: „Bei Online-Anträgen oder in anderen Ausgabestellen bleibt das bisherige Design bestehen.“

Wie zu erwarten, kursiert diese neue Form des angeblichen „Patriotismus“ bereits in den sozialen Medien. Der Tenor: „Nein danke, wir haben dringendere Prioritäten“ oder „Ich möchte Trumps Gesicht nicht in meinem Pass sehen“.

Mike Levin, US-Abgeordneter für Kaliforniens 49. Kongressbezirk, bringt es so auf den Punkt und erinnert daran, dass Trump sein Gesicht auch auf Münzen und Geldscheine bringen will. Er schreibt: „Noch nie hat ein amtierender Präsident so etwas getan. Münzen, Parkausweise, Kriegsschiffe und jetzt auch noch der Reisepass. Dieser Mann findet keine Oberfläche, auf die er seinen Namen oder sein Gesicht nicht kleben würde. Das ist kein Patriotismus. Das ist Eitelkeit.“

Wir haben mit Wilde begonnen und enden auch mit ihm. Wer nun wissen möchte, was Oscar Wilde über Eitelkeit dachte, kann zu „The Importance of Being Earnest“ greifen.

Schlagen Sie Akt zwei auf. Jack sagt zu Algernon: „Deine Eitelkeit ist lächerlich, dein Verhalten empörend und deine Anwesenheit in meinem Garten völlig absurd.“

Nach dem Ton der Online-Kommentare würden viele Menschen Trump gern genau das Gleiche ins Gesicht sagen.

Einige Reaktionen im Netz finden Sie unten:

Geplanter Starttermin: in diesem Sommer. Rechtzeitig zu den 250-Jahr-Feierlichkeiten der USA.

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