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EU-Klimadienst warnt nach Rekordhitze im Mai vor neuem Normalzustand

Menschen genießen die Sonne am Eiffelturm in Paris, 27. Mai 2026.
Menschen genießen die Sonne nahe dem Eiffelturm in Paris, 27. Mai 2026. Copyright  AP Photo/Thomas Padilla
Copyright AP Photo/Thomas Padilla
Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am
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Im vergangenen Monat meldeten Großbritannien, Frankreich, Irland und Portugal neue Hitzerekorde. Ein „Hitze-Dom“ aus Nordafrika trieb die Temperaturen in Westeuropa deutlich nach oben.

Europa hat im vergangenen Monat einen der heißesten Mai-Monate seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Grund war eine ungewöhnlich frühe Hitzewelle, die nach Einschätzung des Copernicus-Klimawandeldienstes der EU dabei ist, zur „neuen Normalität“ zu werden.

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Weltweit war es der zweitwärmste Mai seit Messbeginn. In Großbritannien, Frankreich, Irland und Portugal fielen nationale Rekorde, weil ein sogenannter Wärmedom mit heißer Luft aus Nordafrika die Temperaturen in Westeuropa weit über die üblichen Werte trieb.

„Der Monat war geprägt von einem raschen Umschwung: von deutlich kühleren Bedingungen zu einer der stärksten Hitzewellen, die jemals so früh im Jahr in Westeuropa beobachtet wurden“, heißt es im Mai-Bericht des Copernicus-Klimawandeldienstes.

Die „ungewöhnlich frühe und intensive Hitzewelle zeigt, wie rasant Klimaextreme zur neuen Normalität und nicht mehr zur Ausnahme werden“, sagte Samantha Burgess, strategische Leiterin für Klimafragen am Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF), das Copernicus betreibt.

Laut Copernicus kletterten die gefühlten Temperaturen in großen Teilen Europas auf 35 bis 40 Grad.

Der schnelle Temperaturanstieg habe die Belastung für die Bevölkerung vermutlich verstärkt und kaum Zeit gelassen, sich an die Hitze zu gewöhnen – weder für Menschen noch für Nutzpflanzen und Ökosysteme, so der Dienst weiter.

Global lag die durchschnittliche bodennahe Lufttemperatur bei 15,81 Grad und damit auf dem zweithöchsten Mai-Wert nach 2024, wie Copernicus mitteilte.

Auch die durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur erreichte den zweithöchsten Mai-Wert in den Messreihen, ebenfalls hinter 2024. Die Bedingungen verschieben sich demnach hin zu einem sich verstärkenden El-Niño-Wettermuster.

Prognosen warnen, dass das bevorstehende El-Niño-Ereignis eines der stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen werden könnte und die globalen Temperaturen im Jahr 2027 auf historische Höchstwerte treiben dürfte.

In großen Teilen des tropischen Pazifiks hielten sich die Temperaturen bereits auf „außergewöhnlich hohem Niveau“, so Copernicus.

Die Weltmeteorologische Organisation (WMO) erklärte vergangene Woche, die Wahrscheinlichkeit, dass sich zwischen Juni und August ein El Niño ausbildet, liege bei 80 Prozent. Damit steige auch das Risiko für extreme Wetterereignisse.

Das vergangene El-Niño-Ereignis hat dazu beigetragen, dass 2023 zum zweitwärmsten Jahr seit Beginn der Messungen wurde und 2024 einen neuen Allzeit-Rekord markierte.

Weitere Quellen • AFP

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