Ein ehemaliger Frontmann von Spandau Ballet ist der mehrfachen Vergewaltigung und sexuellen Nötigung für schuldig befunden worden. Er ist zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Der ehemalige Sänger der Band Spandau Ballet, Ross Davidson, ist wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu 14 Jahren Haft verurteilt worden.
Der 38-Jährige trat 2018 mit der britischen New-Wave-Band auf und war zuvor Teil des von Queen inspirierten West-End-Musicals "We Will Rock You".
Nach einem Prozess im Sommer 2024 wurde Davidson erstmals wegen Vergewaltigung, sexueller Übergriffe und Voyeurismus in Fällen mit vier Frauen verurteilt. In einem Fall räumte er Voyeurismus ein, wies jedoch die Vorwürfe der Vergewaltigung, versuchten Vergewaltigung und sexuellen Nötigung zurück.
Zu Beginn dieses Jahres stand Davidson erneut vor Gericht. Ihm wurde vorgeworfen, im März 2015 in London eine Frau vergewaltigt sowie im Dezember 2019 in Thailand eine weitere Frau sexuell genötigt und eine Vergewaltigung versucht zu haben. Auch diese Vorwürfe bestritt er.
Am Wood Green Crown Court in London befanden ihn die Geschworenen schließlich in allen Anklagepunkten für schuldig. Das Gericht verhängte eine Haftstrafe von 14 Jahren.
Staatsanwalt Richard Hearnden erklärte vor Gericht, Davidson sei ein "Raubtier", das "zu Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen greifen wird, wenn er nicht bekommt, was er zu verdienen glaubt".
Julie Currie, Programmleiterin bei der Organisation Justice & Care, erklärte nach dem Urteil:
"Überlebende sexueller Gewalt sehen sich mit immensen Hindernissen konfrontiert, um Gerechtigkeit zu erlangen – von Angst und Einschüchterung bis hin zu langwierigen Gerichtsverfahren. Diese Verurteilung ist ein Beweis für den Mut der Betroffenen und für die Bedeutung spezialisierter, traumasensibler Unterstützung, die Sicherheit, Wahlmöglichkeiten und Würde in jeder Phase des Justizprozesses in den Mittelpunkt stellt."