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Papst Leo XIV trifft Bad Bunny im Bernabéu-Stadion: Wenn Religion und Rap zusammenkommen

Papst Leo XIV. begrüßt bei seiner Ankunft im IFEMA in Madrid Freiwillige am neunten Juni 2026 in Spanien.
Papst Leo XIV grüßt bei seiner Ankunft zu einem Treffen mit Freiwilligen im Messezentrum IFEMA in Madrid, Spanien, am neunten Juni 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Rafael Salido
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nach Tagen der Spekulationen über ein mögliches Treffen in Madrid steht es nun fest: Papst Leo XIV und der Musiker Bad Bunny haben sich nach dem „Fest des Glaubens“ am Montag im Bernabéu-Stadion getroffen.

Am Montag kam es in Madrid zu einem der meist erwarteten Momente im Rahmen des Papstbesuchs: Papst Leo XIV. empfing den puerto-ricanischen Künstler Bad Bunny zu einer Privataudienz im Bernabéu, wie RTVE bestätigte. Offizielle Fotos gibt es bislang nicht, doch beide sollen sich bei ihrem Aufenthalt in Madrid in den vergangenen Tagen einige Minuten unterhalten haben.

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Bad Bunnys inzwischen allseits bekannte „Casita“ von Bad Bunny steht zwar seit einigen Tagen im Estadio Riyadh Air Metropolitano, wo der Künstler seit dem 30. Mai insgesamt zehn Konzerte gibt. Das Treffen der beiden fand jedoch im anderen großen Stadion der Stadt statt, dem Santiago Bernabéu, in dem am Montag das "Fest des Glaubens" mit 70.000 Menschen gefeiert wurde.

Gerade diese zeitliche Überschneidung ihrer Auftritte in Madrid hatte die Spekulationen über eine mögliche Begegnung zwischen dem Kirchenoberhaupt und dem wohl bekanntesten Vertreter des lateinamerikanischen Tanzes Perreo neu angefacht.

Das Treffen stand ganz im Zeichen der üblichen vatikanischen Diskretion und galt als das bestgehütete Geheimnis der Reise. Einige Anwesende machten Handyfotos, doch nur ein offizielles Bild aus dem Gefolge des Papstes soll zur Veröffentlichung freigegeben worden sein – und wartet nun auf den passenden Moment.

Bad Bunny war als kleiner Junge Ministrant in Puerto Rico

Die Möglichkeit eines Treffens hatte bereits vor einigen Tagen der Madrider Erzbischof und Vizepräsident der Spanischen Bischofskonferenz, José Cobo, angedeutet. „Madrid hat viel zu bieten. Es gibt Menschen, die nicht blockieren, sondern Brücken bauen – und Brücken lassen sich bauen“, sagte er. Dann folgten zwei beinahe prophetische Sätze: „Überraschungen bleiben Überraschungen“ und solche Begegnungen würden „mit großer Diskretion organisiert“.

Die Begegnung zwischen dem Pontifex und der globalen Reggaeton-Ikone steht sinnbildlich für den Dialog zwischen Kirche und zeitgenössischer Popkultur. Dabei ist es mehr als eine Randnotiz, dass Bad Bunny, mit bürgerlichem Namen Benito Antonio Martínez Ocasio, als Kind Ministrant war und im Pfarrchor seiner Heimatstadt Vega Baja in Puerto Rico sang – ein Detail, das diesem Treffen zusätzliche Bedeutung verleiht.

Bad Bunny in der Halbzeitpause des Super Bowl zwischen den New England Patriots und den Seattle Seahawks am 8. Februar 2026 in Santa Clara, Kalifornien.
Bad Bunny in der Halbzeitpause des Super Bowl zwischen den New England Patriots und den Seattle Seahawks am 8. Februar 2026 in Santa Clara, Kalifornien. Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved

Trumps Zorn: Unerwartete Verbindung

Die spanische Sprache ist nicht das Einzige, was Leo XIV. und Bad Bunny verbindet. Beide stehen auch immer stärker öffentlich im Konflikt mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump.

Der US-Präsident attackierte den Heiligen Vater, nachdem dieser den Krieg im Iran verurteilt und bestimmte Drohungen Trumps als „inakzeptabel“ bezeichnet hatte. Trump legte nach und nannte ihn „schwach“. Der Papst erklärte daraufhin, er werde weiterhin „ohne Angst“ für den Frieden eintreten.

Auch Bad Bunny ist zum Ziel von Trumps Angriffen geworden. Besonders scharf kritisierte der Präsident den puerto-ricanischen Künstler, als bekannt wurde, dass er in der Halbzeitshow des Super Bowl auftreten würde, einer Show, die für viele wie kaum ein anderes Ereignis den amerikanischen Geist verkörpert.

Trump warf ihm unter anderem seine Haltung gegen die jüngsten Migrationsrazzien in den USA vor. Der Künstler konterte auf der Bühne des Levi’s Stadium in Santa Clara in Kalifornien, betonte den Stolz auf die lateinamerikanische Identität und rief lautstark: „God bless America“.

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