Er wurde 1944 in Granada als José Antonio Carmona Carmona geboren. Er entstammte der legendären Habichuela-Dynastie, einer der bedeutendsten Flamenco-Familien.
Die Flamenco-Welt trauert um den Gitarristen Pepe Habichuela, eine der prägenden Figuren des Genres. Er ist am Dienstag in Madrid gestorben, der Stadt, in der er seit Jahrzehnten lebte. Mit ihm verliert die Szene einen Musiker, der für das Verständnis der Entwicklung der Flamenco-Gitarre zentral ist. Sein Einfluss reichte über mehr als 60 Jahre Karriere.
Der Künstler wurde 1944 in Granada als José Antonio Carmona Carmona geboren. Er entstammte der legendären Familie Habichuela, einer der einflussreichsten Dynastien in der Geschichte des Flamenco. Außerdem war er Vater von Josemi Carmona, Gitarrist und Mitbegründer der Gruppe Ketama.
In den vergangenen Jahren schränkte Habichuela seine Auftritte ein. Eine Erkrankung zwang ihn im Sommer 2024 endgültig, die Bühne zu verlassen. Entscheidend für seine Karriere war das Jahr 1964: Damals zog er nach Madrid zu seinem Bruder Juan und startete eine Phase, in der er zu einem der gefragtesten Gitarristen der Flamenco-Szene wurde.
Im Lauf seiner Karriere begleitete er einige der bedeutendsten Stimmen des Cante und hinterließ eine unauslöschliche Spur, vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Enrique Morente. Werke wie „Homenaje a Don Antonio Chacón“ und „Despegando“, erschienen 1977, gelten als Schlüsselalben der Erneuerung des Flamenco und haben das Genre für neue musikalische Ansätze geöffnet.
Sein Lebenswerk wurde mit einigen der höchsten kulturellen Auszeichnungen des Landes gewürdigt. Dazu gehören die Medalla de Oro al Mérito en las Bellas Artes und die Gran Cruz de la Orden Civil de Alfonso X el Sabio, die ihm in diesem Jahr für seine Verdienste um die spanische Kultur verliehen wurde.
Flamenco-Legende Pepe Habichuela: Würdigungen
Kurz nach Bekanntwerden seines Todes meldeten sich zahlreiche Stimmen mit Beileid. Der Ministerpräsident, Pedro Sánchez, würdigte den Künstler mit einer Botschaft auf dem sozialen Netzwerk X: „Die Gitarre von Pepe Habichuela verstummt, doch seine Musik wird weiter dort erklingen, wo der Flamenco erzählt, wer wir sind. Danke für ein Leben im Dienst der Kunst und dafür, dass du unser kulturelles Erbe bereichert hast. Eine Umarmung für seine Familie und seine Angehörigen.“
Auch die Kultur-, Tourismus- und Sportdezernentin der Stadt Madrid, Marta Rivera de la Cruz, äußerte auf X öffentlich ihre Trauer über den Tod des Musikers.