Der finnische Künstler Aapo „The Angus“ Rautio verteidigt in Westfinnland vor heimischem Publikum seinen Titel bei der Air-Guitar-WM.
Mehr Luftgitarre, weniger Krieg. Die Veranstalter der Luftgitarren-Weltmeisterschaften sagen, ihr Ziel sei es, den Weltfrieden zu fördern.
Der Wettbewerb findet inzwischen zum 30. Mal statt. Die Organisatoren sind überzeugt: Konflikte würden enden, der Klimawandel käme zum Stillstand und überhaupt vieles Schlechte verschwände, wenn alle gemeinsam zur Luftgitarre griffen.
Ob das je passiert, ist fraglich. Bis dahin treffen sich aber Jahr für Jahr mehr als 50 Teilnehmende aus 13 Ländern in Oulu, Finnlands frisch gekürter Europäischer Kulturhauptstadt, und treten über mehrere Tage hinweg auf.
Die Regeln sind einfach: Innerhalb von 60 Sekunden müssen die Kandidatinnen und Kandidaten so tun, als hätten sie eine echte Gitarre in der Hand. Eine Jury aus Bühnenprofis bewertet jeden Auftritt.
Der Lokalmatador und Titelverteidiger Aapo „The Angus“ Rautio holte sich mit 34,8 Punkten seinen zweiten Sieg in Folge.
Der Wettbewerb ist Teil des größeren Delta Life Sommerkarnivals und eingebettet in das Oulu August Festival.
Nanami „Seven Seas“ Nagura aus Japan belegte den zweiten Platz, Saladin „Six String Sal“ Thomas aus den USA wurde Dritter.
Die Meisterschaften fanden erstmals 1996 statt. Seither ist das Event rasant gewachsen. Es sorgt weltweit für jede Menge gut gelaunten Spaß und Gelächter, inzwischen auch per Livestream für Tausende jenseits von Finnland.
Trotz der Begeisterung und Energie der Teilnehmenden ist vom ersehnten Weltfrieden allerdings noch wenig zu sehen.
Die Hoffnung bleibt – und die Finger bleiben spielbereit.