"Ich halte die Stellung solange es geht"

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Brüsseler Buchhändler will den Menschen helfen, Langeweile und Isolation zu meistern #Coronavirus

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Die Buchhandlung Filigranes in Brüssel. Nur immer eine Person im Geschäft.

Kunden können ihre Bücher im Voraus bestellen.

Oder die Angestellten gehen zum Regal und holen die gewünschte Lektüre.

"Wenn wir schließen müssen, dann schließen wir", sagt der Eigentümer Marc Filipson.

"Bislang halten wir uns an die Regeln. Denn ich glaube, dass die Menschen lesen müssen. Wenn meine Leute zu Hause bleiben wollen, können sie das tun. Aber ich halte die Stellung."

In Belgien dürfen Buchläden weiter geöffnet haben - unter Auflagen.

Dazu gehört: kein Publikumsverkehr innerhalb des Geschäfts.

Aber Bücher können bestellt und abgeholt werden - oder sie werden zu den Kunden nach Hause gebracht.

Kein normaler Service, aber der Buchhandel will Menschen in ihrer Isolation helfen.

Filigranes spendet einen Euro pro Bestellung an ein Krankenhaus in der Stadt, damit dieses medizinische Utensilien im Kampf gegen das Coronavirus kaufen kann.

Die meisten Buchläden in Brüssel entschieden sich indes, geschlossen zu bleiben.

Für alle wird die Krise Auswirkungen auf ihre wirtschaftliche Zukunft haben.

Doch der Eigentümer von Filigranes gibt sich optimistisch.

"Wir müssen jetzt unser Bestes geben. Wir schaffen das gemeinsam, auch wenn die Krise Monate dauert.

Die Menschen werden immer Bücher lesen, insofern kann sich unsere Branche glücklich schätzen."

Die belgische Regierung hat den Buchhandel von der Schließung verschont, wenn die Läden auch Zeitungen verkaufen.

Doch sollte die Ausbreitung des Virus anhalten, könnte es auch damit vorbei sei.

Journalist • Stefan Grobe

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