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Türkei wird Türkiye. Welche anderen Länder haben sich umbenannt?

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Von Euronews
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Laut Präsident Erdoğan repräsentiert der neue  Name Land, Kultur und Werte der Türkei besser.
Laut Präsident Erdoğan repräsentiert der neue Name Land, Kultur und Werte der Türkei besser.   -   Copyright  Burhan Ozbilici/AP

Auf Wiedersehen Türkei, willkommen Türkiye.

Die Regierung von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat die internationale Gemeinschaft gebeten, die Türkei durch ihren türkischen Namen Türkiye anzuerkennen.

Das repräsentiere die Kultur und die Werte des Landes besser, so Präsident Erdoğan.

Es vermeidet auch das Homonym im Englischen, wo das Wort ja auch “Truthahn” bedeuten kann.

Die UNO und die NATO haben “Türkiye” bereits übernommen.

Kritiker vermuten allerdings, dass die Namensänderung wahltaktische Gründe hat. Auch ist höchst ungewiss, ob sich der internationale Sprachgebrauch einzig auf Bitten Erdogans hin ändert wird.

Welche Länder haben ihre Namen geändert?

1935 wurde aus Persien der Iran, in Anlehnung an den antiken Begriff des Arischen.

Aus Siam wurde 1939 Thailand, als die Regierung beschloss, die nationale Mehrheit stärker zu repräsentieren.

Ceylon wurde 1972 eine Republik und benannte sich in Sri Lanka um, blieb jedoch Mitglied im Comnmonwealth.

Im Zusammenhang mit der Verhängung des Kriegsrechts 1989 nannte die Militärjunta von Burma das Land Myanmar.

Die Änderung bleibt umstritten, die USA erkennt sie bis heute nicht an.

2016 wechselte die Tschechische Republik zum simplen Tschechien, was sich aber nicht recht durchgesetzt hat, insbesondere nicht im Englischen.

Mazedonien unterschrieb 2018 das Prespa Abkommen und wurde Nordmazedonien.

Der Wechsel half, einen langandauernden Streit mit Griechenland beizulegen und ermöglichte den NATO-Beitritt Mazedoniens.

Die Niederlande definieren seit 2020 “Holland” offiziell nur noch als die beiden so genannten Provinzen.

Damit sollen ein nachhaltiger Tourismus gefördert und negative Klischees vermieden werden.