Eiskalte Tradition: Auch am Neujahrstag 2023 gingen wieder viele baden

Access to the comments Kommentare
Von Euronews  mit AP/EBU
Maurizio Palmulli bei seinem 35. Neujahrssprung in Folge
Maurizio Palmulli bei seinem 35. Neujahrssprung in Folge   -   Copyright  Riccardo De Luca/AP Photo

Der Neujahrstag beginnt, so will es die Tradition vielerorts in Europa, mit einem kühnen Sprung ins kalte Nass. So auch in Rom. Dort stürzten sich vier waghalsige Männer in den Tiber.

Veteran Maurizio Palmulli (70) wagte es bereits zum 35. Mal in Folge und widmete seinen Sprung dem verstorbenen Papst Benedikt XVI..

"Wir springen nur, um diese römische Tradition am Leben zu erhalten. Hier geht es weder um Politik noch um Geld. Ich freue mich, viele Kinder zu sehen, denn sie sind es, die diese schöne Tradition fortführen werden.

Die Glückshormone sprießen: Anbaden im Orankesee

Frühlingshafte Temperaturen von 16 Grad erleichterten den Berliner Seehunden das traditionelle Anbaden im Orankesee. Mit - wie immer - schicken Kostüme und einer guten Portion Wagemut. Ansonsten alles eine Frage der Abhärtung, meint die 70-jährige Ursula Schwarz. "In der Gemeinschaft macht das viel Spaß. Man hat wirklich das Gefühl, wenn man rauskommt, dass die Glückshormone sprießen.

Und ich bin schon so lange dabei - schon das 37. Jahr, und mir würde einfach was fehlen, wenn ich nicht sonntags zum Baden gehen könnte."

Nordseetauchen auch vom Ufer aus beeindruckend

Auch in den Niederlanden begrüßten Tausende das Jahr 2023 mit einem Bad in der eisigen Nordsee. Eine eiskalte Tradition - auch vom Ufer aus betrachtet ziemlich beeindruckend.

Die Tradition begann im Jahr 1965, als ein Schwimmverein beschloss, das neue Jahr mit einem Sprung ins Meer zu beginnen. Der Neujahrstauchgang erhielt nationale Aufmerksamkeit, nachdem eine große Suppenmarke beschloss, ihn zu sponsern.

Der größte Tauchgang findet am Strand von Scheveningen statt, wo traditionell bis zu 10.000 Menschen ins Meer steigen.