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Kabeldiebstahl legt Hochgeschwindigkeitszüge in Teilen Spaniens lahm

Große Probleme in Spaniens Hochgeschwindigkeitszugverkehr an diesem Wochenende (Archivbild)
Große Probleme in Spaniens Hochgeschwindigkeitszugverkehr an diesem Wochenende (Archivbild) Copyright  AP Photo
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Von Cristian Caraballo & euronews
Zuerst veröffentlicht am
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Mehr als 10.000 Fahrgäste auf der Strecke zwischen Madrid und Sevilla waren betroffen. Der Bahnchef machte nicht nur den Kabeldiebstahl, sondern auch ein technisches Problem mit einer Oberleitung für die Probleme verantwortlich.

Kabeldiebstähle an mehreren Stellen in der Provinz Toledo haben am Sonntag in Spanien den Hochgeschwindigkeitszugverkehr zwischen der Hauptstadt Madrid und der südspanischen Stadt Sevilla weitgehend lahmgelegt. Mehr als 10.700 Fahrgäste und mindestens 30 Züge waren betroffen.

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Verkehrsminister Óscar Puente bezeichnete den Vorfall als "schweren Sabotageakt" und rief die Öffentlichkeit zur Zusammenarbeit auf, um die Täter zu ermitteln. Die Guardia Civil untersucht den Vorfall, der vier verschiedene Stellen im Umkreis von 10 Kilometern betraf. Das Verkehrsministerium versprach, eng mit den Sicherheitskräften zusammenzuarbeiten, um den Vorfall aufzuklären und ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Die Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, Isabel Díaz Ayuso, sprach mit Blick auf die generellen Verkehrsprobleme vom "täglichen Unheil".

Der Diebstahl, der gegen 17.45 Uhr entdeckt wurde, wurde zunächst zwischen den Gemeinden Mora, Orgaz und Urda lokalisiert. Später bestätigte das Verkehrsministerium, dass sich der Schaden auf Los Yébenes und Manzaneque konzentrierte, die Signalanlagen der Bahnstrecke beeinträchtigte und zu erheblichen Verspätungen bei Fern- und Hochgeschwindigkeitszügen führte.

Der Präsident des spanischen Bahnunternehmens Renfe, Álvaro Fernández de Heredia, teilte mit, dass die letzten zehn betroffenen Züge um 2:30 Uhr an diesem Montag wieder fahren konnten, auch wenn die Reparaturarbeiten in der Nacht fortgesetzt wurden.

Betroffene Fahrgäste kritisierten, dass vor dem Einsteigen in die Züge keine Ausweichmöglichkeiten geschaffen wurden, um zu verhindern, dass die Passagiere stundenlang in den Waggons festsitzen. Sie beklagten sich auch über mangelnde Versorgung mit Lebensmitteln.

Zwei gleichzeitige Vorfälle verkomplizierten die Situation

Neben dem Kabeldiebstahl hat laut Fernández de Heredia ein von einem Zug der Gesellschaft Iryo verursachter "Riss" in der Oberleitung die Komplikationen noch verschlimmert. Dadurch sei der Verkehr vorübergehend völlig unterbrochen worden, als die Züge nach dem Sabotageakt schon mit geringer Geschwindigkeit fuhren. Der Bahnchef reagierte in den sozialen Netzwerken auf die Kritik der Fahrgäste und betonte, dass die Verspätungen von bis zu einer Stunde durch den Kabeldiebstahl verursacht wurden, die vollständige Unterbrechung aber durch das technische Problem mit dem Iryo-Zug bedingt war.

Im Laufe des Montagmorgens wurden auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Madrid und Sevilla und zwischen Madrid und Toledo die Fahrpläne angepasst. Durch die Reparaturarbeiten kam es auf einigen Strecken weiterhin zu Verspätungen von bis zu einer Stunde.

Für viele Bahn-Reisende, die vom langen 1. Mai-Wochenende zurückkehrten, eine beschwerliche Rückkehr...

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