Das Kammergericht Berlin hat vier Hamas-Mitglieder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie sollen am Aufbau von Waffenarsenals in mehreren europäischen Ländern mitgewirkt haben.
Sie sollen für Anschläge Waffendepots in verschiedenen europäischen Ländern angelegt haben: Jetzt wurden vier Männer, alle Mitglieder der radikalislamischen Hamas in Berlin verurteilt.
Das Berliner Kammergericht verurteilte die Männer im Alter zwischen 36 und 58 Jahren wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung zu Haftstrafen zwischen vier und sechs Jahren.
Alle vier hatten am Aufbau von Waffendepots mitgewirkt, um "Anschläge auf jüdische und israelische Ziele in europäischen Ländern vorzubereiten", sagte die vorsitzende Richterin Doris Husch.
Die Männer wurden im Herbst vergangenen Jahres festgenommen und wurden teilweise identifiziert als Abdelhamid Al A. und Ibrahim El R., beide im Libanon geboren, der ägyptische Staatsbürger Mohammed B. und der niederländische Staatsbürger Nazih R. Drei von ihnen hatten hauptsächlich in Deutschland, einer überwiegend in den Niederlanden gelebt.
Die Männer wurden im Dezember 2023 verhaftet, wenige Wochen nach Ausbruch des Krieges zwischen Israel und der Hamas in Gaza. Nazih R. wurde in Rotterdam inhaftiert, die anderen drei in Berlin.
Zu Beginn des Prozesses im Februar 2025 warf die Staatsanwaltschaft ihnen vor, "unterirdische Verstecke", in denen Waffen aufbewahrt wurden, eingerichtet, unterhalten und abgebaut zu haben.
Die Waffen sollten nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei Angriffen auf Orte wie die israelische Botschaft in Berlin und den US-Militärstützpunkt Ramstein in Westdeutschland eingesetzt werden.
Ibrahim El R., der in Berlin ein Restaurant betrieben hatte, sei 2019 nach Bulgarien gereist, um dort eine Kiste mit Waffen zu vergraben. Außerdem brachte er 2019 eine Waffe aus einem anderen Waffendepot in Dänemark nach Deutschland.
Ibrahim El R., 43, wurde wegen illegalen Waffenbesitzes und der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung verurteilt. Er erhielt die längste Strafe von sechs Jahren.
Die Männer versuchten auch, Waffen von einem Ort in Polen abzuholen, so die Staatsanwaltschaft, konnten sie aber trotz mehrerer Versuche nicht ausfindig machen.
Die Waffen sollten für Angriffe auf Orte wie die israelische Botschaft in Berlin und die US-Militärbasis in Ramstein in Westdeutschland verwendet werden, so die Staatsanwaltschaft.