Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Frauen auf dem Vormarsch in Europas Chefetagen

Der Internationale Frauentag wird am 8. März gefeiert.
Der Internationale Frauentag wird am 8. März gefeiert. Copyright  Euronews
Copyright Euronews
Von James Thomas & video by Léo Arnoux
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopieren Copy to clipboard Link kopiert!

In den meisten EU-Ländern ist die Zahl der Frauen in Führungspositionen seit 2014 gestiegen, in drei Staaten ist sie jedoch gesunken.

Am 8. März wird der Internationale Frauentag gefeiert. Aktuelle Daten zeigen, dass immer mehr Frauen Führungspositionen in der Unternehmenswelt übernehmen.

WERBUNG
WERBUNG

Neue Statistiken von Eurostat zufolge werden im Jahr 2024 rund 35,2 % aller Führungspositionen in der EU von Frauen besetzt sein. 2014 lag dieser Anteil noch bei 31,8 %.

Besonders hoch ist der Anteil bei jüngeren Führungskräften: In der Altersgruppe der 15- bis 39-Jährigen sind fast 40 % der Manager weiblich. Mit zunehmendem Alter sinkt dieser Anteil jedoch:

  • 34,4 % der Führungskräfte im Alter von 40 bis 64 Jahren sind Frauen.
  • Bei den 65-Jährigen und Älteren liegt der Anteil nur noch bei 26,5 %.

Auch zwischen den EU-Ländern gibt es deutliche Unterschiede. Die höchsten Frauenanteile in Führungspositionen wurden in Schweden (44,4 %), Lettland (43,4 %) und Polen (41,8 %) verzeichnet. Am niedrigsten sind sie in Zypern (25,3 %), Kroatien (27,6 %) und Italien (27,9 %).

In den meisten EU-Ländern ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen jedoch gestiegen. Luxemburg verzeichnete seit 2014 mit +13,7 Prozentpunkten den größten Zuwachs, gefolgt von Malta (+10,1) und Zypern (+7,9). Rückgänge gab es dagegen in Slowenien (-3,8), Lettland (-0,7) und Litauen (-0,2).

Der Anstieg weiblicher Führungskräfte hängt auch damit zusammen, dass immer mehr Frauen in der EU in traditionell männerdominierten Bereichen wie Wissenschaft und Technik tätig sind. So ist die Zahl der Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen laut Europe in Motion von 3,4 Millionen im Jahr 2008 auf 7,9 Millionen im Jahr 2024 gestiegen.

Ein weiterer Faktor sind politische Maßnahmen der EU zur Förderung einer ausgewogeneren Geschlechterverteilung in Unternehmensführungen. Dazu gehört insbesondere die Richtlinie über die ausgewogene Vertretung der Geschlechter in den Vorständen börsennotierter Unternehmen.

Die Richtlinie legt fest, dass Unternehmen anstreben sollen,

  • 40 % des unterrepräsentierten Geschlechts unter den nicht geschäftsführenden Direktoren und
  • 33 % unter allen Direktoren zu erreichen.

Die Unternehmen müssen diese Ziele bis zum 30. Juni 2026 umsetzen. Die Frist für die Umsetzung der Richtlinie in den EU-Mitgliedstaaten endete bereits im Dezember 2024, sodass viele Unternehmen bereits begonnen haben, die Vielfalt in ihren Führungsetagen zu erhöhen – im Einklang mit den Eurostat-Daten.

Trotz dieser Entwicklungen besteht weiterhin eine deutliche Beschäftigungslücke zwischen Männern und Frauen. Weitere Eurostat-Zahlen zeigen, dass im Jahr 2024 80,8 % der Männer in der EU in Vollzeit beschäftigt waren, während der Anteil bei Frauen 70,8 % betrug.

Gleichzeitig arbeiten deutlich mehr Frauen in Teilzeit: 27,8 % der Frauen gegenüber 7,7 % der Männer. Insgesamt hat sich die Beschäftigungslücke in den vergangenen zehn Jahren EU-weit jedoch um 1,1 Prozentpunkte verringert – ein Trend, der in 22 EU-Ländern zu beobachten ist.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Auf dem Weg zur Gleichstellung? So groß ist das Rentengefälle zwischen Männern und Frauen in der EU

Die Frauen, die Japans Hightech-Revolution im Weltraum anführen

Vier Jahre Krieg: Europa uneins über Sieg der Ukraine und Friedensweg